Hamburg/München (dpa/lno) –
Die Dauer und die Gesamtlänge der Staus auf Hamburgs Autobahnen haben nach Angaben des ADAC im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Die Strecken, auf denen nichts mehr ging, hätten sich auf 23.761 Kilometer summiert. «Mehr als ein halber Erdumfang – so lang waren 2025 die Staustrecken auf Hamburgs Autobahnen», hieß es in einer Mitteilung des ADAC-Hansa-Clubs. Im Vergleich zu 2024 erhöhte sich die Gesamtstaulänge um 2.383 Kilometer oder 11,1 Prozent.
Die Staustunden nahmen nach Berechnung des Automobilclubs sogar um fast ein Drittel – genau 31,2 Prozent – zu. 2024 hatten die Autofahrer auf Hamburgs Autobahnen 13.337 Stunden im Stau gestanden, im vergangenen Jahr 17.499.
Bundesweit am meisten Stau pro Autobahnkilometer
Pro Autobahnkilometer ergaben sich 236 Staustunden, wie es weiter hieß. Im Vorjahr waren es nur 180 gewesen. Mit dem neuen Wert liegt Hamburg inzwischen vor Berlin, wo der ADAC 212 Staustunden pro Kilometer für 2025 und 202 für 2024 errechnete. Damit belege die Hansestadt bundesweit den traurigen ersten Platz. Die durchschnittliche Stauzeit pro Autobahnkilometer in Deutschland betrug 36 Stunden, zwei mehr als im Vorjahr.
Bundesweit stieg die Zahl der Staustunden der Bilanz zufolge um sieben Prozent auf insgesamt 478.000 Stunden. Auch die Gesamtlänge der Staus legte mit rund 866.000 Kilometern leicht zu.
Baustellen sind deutschlandweit und auch in Hamburg weiterhin eine der Hauptursachen für Staus, wie der ADAC weiter mitteilte. Besonders stauanfällig ist in Hamburg der Bereich um die Norderelbbrücke der A1. Wegen des schlechten Zustands der Brücke wurden im März vergangenen Jahres Verkehrseinschränkungen erlassen, die besonders Lastwagen betreffen.
Die Hauptbelastungstage der Hamburger Autobahnen sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Am häufigsten kommt es zur morgendlichen Rushhour um 6.00 Uhr zum Stau. Samstage sind den Angaben zufolge am stauärmsten.
Wo gab es die längsten Einzelstaus?
Den längsten registrierten Einzelstau gab es laut ADAC am 16. Juni 2025 auf der A1 (Bremen-Lübeck). Infolge eines schweren Motorradunfalls stockte der Verkehr zwischen Bargteheide (Kreis Stormarn) bis Dibbersen (Landkreis Harburg) auf bis zu 28 Kilometern.
Wegen einer Wochenend-Vollsperrung der A7 einschließlich des Elbtunnels entstand am 6. Juli auf der A1 ein 24 Kilometer langer Stau zwischen dem Kreuz Hamburg-Ost und dem Horster Dreieck. Auch der mit 23 Kilometern drittlängste Stau betraf am 22. August die A1. Er reichte von Hamburg-Ost bis zum Buchholzer Dreieck. Zwei Drittel der Bundesländer hatten damals Sommerferien, was ein besonders hohes Verkehrsaufkommen zur Folge hatte.
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