Bremen (dpa/lni) –
Für Fahrgäste in Bremen geht heute nichts mehr: Seit den frühen Morgenstunden steht der öffentliche Nahverkehr still. Der Warnstreik läuft seit 3.00 Uhr und soll bis Dienstagmorgen, circa 3.00 Uhr, andauern, teilte die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) mit.
Weil weder Busse noch Bahnen fahren und auch die Kundencenter geschlossen bleiben, müssen Pendler sowie Fahrgäste selbstständig auf Alternativen ausweichen. Am frühen Morgen waren die Haltestellen der BSAG am Bremer Hauptbahnhof nahezu menschenleer.
Streit um Arbeitsbedingungen
Hintergrund sind Verhandlungen über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in diesem Frühjahr in allen Bundesländern. Verdi fordert unter anderem kürzere Schichtzeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge in der Nacht und am Wochenende.
Die Bremer Straßenbahn AG kritisiert den Warnstreik hingegen als verfrüht und bedauerlich. In der gerade laufenden Tarifrunde habe es bisher nur einen einzigen Verhandlungstermin Mitte Januar gegeben, so die BSAG.
Bundesweiter Aktionstag – nur nicht in Niedersachsen
Die Arbeit wird heute aber nicht nur in Bremen niedergelegt. Auch in mehreren anderen Bundesländern arbeiten Beschäftigte nicht. In Niedersachsen fahren Busse und Bahnen dagegen weiter.
Zuletzt hatte es im vergangenen Frühjahr Warnstreiks im Nahverkehr in Niedersachsen und Bremen gegeben.
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