Studie: Gute Kita-Betreuung in Bremen und Niedersachsen

Bei der Personalausstattung der Kitas stehen Bremen und Niedersachsen relativ gut da. (Symbolbild) Christian Charisius/dpa
Bei der Personalausstattung der Kitas stehen Bremen und Niedersachsen relativ gut da. (Symbolbild) Christian Charisius/dpa

Hannover/Bremen/Gütersloh (dpa/lni) –

Bremen und Niedersachsen haben im Ländervergleich eine gute Betreuung in den Kitas. 32 Prozent der Einrichtungen weisen in der Hansestadt eine Personalausstattungsquote von 100 Prozent auf – damit liegt der Stadtstaat nach Baden-Württemberg (36) an zweiter Stelle bundesweit. 

20 Prozent der Einrichtungen in Niedersachsen erreichen den optimalen Wert für eine wissenschaftlich empfohlene Personalbesetzung, um eine gute frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung für alle Kinder zu gewährleisten, heißt es in der Studie «die Personalausstattungsquote in KiTas» der Bertelsmann Stiftung Gütersloh. Weniger als 60 Prozent personelle Vollausstattung hatten am 1. März 2024 in Bremen nur neun, in Niedersachsen acht Prozent der Kindertagesstätten.

Bei der Personalausstattungsquote haben die Experten und Expertinnen der Bertelsmann Stiftung und des Österreichischen Instituts für Familienforschung nach eigenen Angaben berücksichtigt, dass eine Kita-Fachkraft wegen Ausfallzeiten und administrativen Tätigkeiten im Schnitt nur rund zwei Drittel ihrer Arbeitszeit für die unmittelbare pädagogische Arbeit mit Kindern verwenden kann.

Genug Personal wichtig für Förderung der einzelnen Kinder

«Ausreichende Personalkapazitäten sind unabdingbar, wenn es um die notwendigen zeitlichen Ressourcen für die individuelle Bildungs- und Entwicklungsförderung des einzelnen Kindes geht», betont das Studienteam. Ob die vorhandene Anzahl der Mitarbeitenden für den Bedarf der Kinder angemessen ist, hänge unter anderem von der Größe der Kita, dem Alter der betreuten Kinder sowie deren besonderen pädagogischen Anforderungen ab.

Die Fachleute haben deshalb erstmals nicht nur die reine Anzahl der Erzieherinnen und Erzieher mit der Zahl der betreuten Kinder und deren Alter ins Verhältnis gesetzt. Stattdessen berücksichtigten sie auch die Zahl der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache oder einer körperlichen, geistigen oder (drohenden) seelischen Behinderung in einer Kita, weil diese eine intensivere Begleitung benötigen.

In Bremen spricht laut der Studie in 59 Prozent der Einrichtungen mehr als ein Viertel der Kinder nicht Deutsch in der Familie, und 45  Prozent der Kitas werden von Kindern mit Eingliederungshilfe besucht. In Niedersachsen spricht in 26  Prozent der Einrichtungen mehr als ein Viertel der Kinder nicht Deutsch zu Hause, in 31 Prozent bekommen Kinder Eingliederungshilfe.

© dpa-infocom, dpa:260128-930-606454/1

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