Eisregen und extreme Glätte: Schulausfall und viele Unfälle

Extremes Glatteis: In mehreren Landkreisen im Westen Niedersachsens fällt die Schule aus, es kommt zu zahlreichen Unfällen. (Symbolbild) Marijan Murat/dpa
Extremes Glatteis: In mehreren Landkreisen im Westen Niedersachsens fällt die Schule aus, es kommt zu zahlreichen Unfällen. (Symbolbild) Marijan Murat/dpa

Nordhorn/Osnabrück/Vechta (dpa/lni) –

Eisregen und extreme Glätte haben zu Schulausfällen in Osnabrück, der Grafschaft Bentheim, im Emsland und im Landkreis Vechta geführt. Am Morgen gab es in dem Gebiet viele Verkehrsunfälle, ein Polizeisprecher nannte die Lage auf den Straßen «katastrophal». Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem westlich der Weser am Freitagvormittag vor Regen oder Sprühregen, der auf gefrorenen Böden zu gefährlichem Glatteis werden kann.

In den betroffenen Landkreisen sowie in der Stadt Osnabrück fiel der Unterricht an den allgemeinbildenden Schulen aus. Laut Landkreis Osnabrück ist die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler, die trotz des Wetters zur Schule kommen, gesichert.

Schulausfälle in Niedersachsen

  • Stadt Osnabrück (Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)
  • Landkreis Osnabrück (Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)
  • Landkreis Emsland (teils Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)
  • Landkreis Grafschaft Bentheim (Distanzunterricht an Berufsbildenden Schulen)
  • Landkreis Vechta

Der Landkreis Grafschaft Bentheim teilte mit, wegen der Wetterlage könne ein sicherer Schülertransport nicht gewährleistet werden. Von der Regelung sei auch das Missionsgymnasium Bardel betroffen. 

Nach Angaben der Stadtwerke Osnabrück war zwischenzeitlich zudem der Linienverkehr im Stadtgebiet «weitestgehend eingestellt», es kann demnach weiter Verspätungen geben. 

Auch der Nordhorner Tierpark blieb geschlossen.

Viele Unfälle

Auf den Straßen zeigt sich nach Angaben eines Sprechers der Polizei Osnabrück ein «massives Problem»: Seit den frühen Morgenstunden habe es vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln mehrere Hundert Unfälle wegen Glätte gegeben, es sei «brandgefährlich». 

Neben dem Landkreis und der Stadt Osnabrück waren auch hier die Landkreise Grafschaft Bentheim, Emsland und Vechta betroffen. Auch die Polizei im Landkreis Oldenburg warnte vor extremer Straßenglätte, vor allem im Raum Wildeshausen, Großenkneten, Ahlhorn und auf der Autobahn 1 – es habe viele Unfälle gegeben.

In Vechta sei die Lage «katastrophal», sagte ein Sprecher. Auch Lastwagen stünden quer. Überwiegend handelt es sich bei den Unfällen in dem betroffenen Gebiet zwar um Blechschäden, es gibt aber auch Leichtverletzte. «Wenn es irgend möglich ist, sollte man zu Hause bleiben», riet der Sprecher der Polizei Osnabrück. 

Es bleibt eiskalt

Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Regen oder Sprühregen mit erheblicher Glatteisgefahr westlich der Weser – bis zum Vormittag. Zum Mittag dürfte der Niederschlag demnach abklingen. Die Warnung galt für das Emsland und Ostfriesland sowie die Landkreise Nienburg, Göttingen, Holzminden, Schaumburg und die Region Hannover. 

Am Freitag bleibt es laut Wetterdienst in weiten Teilen Niedersachsens winterlich kalt. Abgesehen vom südlichen Emsland herrscht verbreitet leichter Dauerfrost mit Temperaturen um minus ein Grad, östlich der Weser teils auch darunter. Im Westen kann örtlich auch Schnee fallen. An der Küste und auf den Inseln weht ein frischer bis starker Ostwind mit Böen bis 55 Kilometer pro Stunde, auf den Inseln zeitweise auch stürmisch. 

In der Nacht zum Samstag wird es frostig: Die Temperaturen sinken auf minus zwei Grad auf den Inseln und im Südwesten, auf etwa minus drei Grad entlang der Weser und auf bis zu minus acht Grad im Süden Niedersachsens. Im Westen sind erneut leichte gefrierende Niederschläge möglich.

© dpa-infocom, dpa:260123-930-584934/3

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