
Weil Blutkonserven zur Neige gehen, bittet das Deutsche Rote Kreuz um neue Blutspenden. Das teilte der Blutspendedienst mit, der für Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig ist. Blutbestände seien in einem „kritischen Bereich“ und müssten für Notfälle, Therapien oder überlebenswichtige Operationen jetzt aufgefüllt werden. Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es einen hohen Bedarf in den Krankenhäusern, berichtete der Blutspendedienst Nord-Ost. Die aktuelle Versorgungslage mit Blutpräparaten sei angespannt und drohe sich weiter zu verschärfen.
Der Jahresstart bei den Spenden sei schwach gewesen. Zuletzt seien viele Blutspendetermine wegen des Winterwetters abgesagt worden oder seien geringer besucht gewesen als üblich. Dabei sei der Jahresstart durch Infektionen oder Feiertage, die Spender abhalten, ohnehin für Blutspenden schwierig. Bei einigen Blutgruppen reiche der Lagerbestand nun nur noch anderthalb Tage.
Die Blutspendedienst mahnen: „Blutspenden lassen sich nicht aufschieben. Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken“. Blutkonserven könnten nicht auf Vorrat produziert werden, da sie nur begrenzt haltbar sind. Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Versorgungslage wieder zu entspannen, hieß es. Spendentermine könnten online auf der Website des Roten Kreuzes eingesehen werden.
Nach Angaben des Blutspendedienstes werden in Deutschland täglich circa 15.000 Blutspenden benötigt.
Spenden ab 18
Gesunde Menschen ab 18 Jahren können Blut spenden. Nach DRK-Angaben wird bei einer ärztlichen Voruntersuchung die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell auf dem Termin geprüft. Frauen dürfen bis zu viermal, Männer bis zu sechsmal innerhalb eines Jahres Blut spenden. Zwischen zwei Spenden müssen mindestens acht Wochen vergehen.
SAT.1 REGIONAL/dpa












