Braunschweig (dpa) –
Mit diesem Doppelpack ließ Nicolò Tresoldi nicht nur seine U21 im Kampf um das EM-Ticket jubeln, sondern bewarb sich auch für höhere Aufgaben. Vor dem abendlichen Auftritt der A-Nationalmannschaft gegen die Schweiz führte der 21 Jahre alte Stürmer von Champions-League-Teilnehmer FC Brügge die wichtigste Nachwuchsauswahl des Deutschen Fußball-Bundes zum Pflichtsieg in der EM-Qualifikation.
«In erster Linie war es wichtig, das Spiel zu gewinnen», sagte Tresoldi, der bei der Rückkehr in die Nähe seiner Fußball-Heimat Hannover entscheidend für das 3:0 gegen Nordirland sorgte.
Nagelsmann oder Gattuso?
«Es macht immer wieder Spaß, mit so guten Spielern und für Deutschland zu spielen», sagte der in Italien geborene Angreifer bei ProSieben Maxx. Der langjährige Stürmer von Hannover 96 gilt als eine große DFB-Hoffnung für den Sturm, ist aber auch ein Kandidat für die Squadra Azzurra. Vater Emanuele wurde 1994 im Team um den späteren Weltmeisterkapitän Fabio Cannavaro und Bayern-Schreck Filippo Inzaghi U21-Europameister.
«Ich habe mit niemandem aus Italien gesprochen. Ich bin jetzt mit der U21 unterwegs und fokussiert auf die nächsten beiden Spiele. Von daher gibt es dazu nichts zu sagen», hatte Tresoldi vor den Spielen gegen Nordirland und Griechenland gesagt. Sieht man den Angreifer bald im Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann? Oder doch in dem von Gennaro Gattuso?
Das zeichnet Tresoldi aus
Das hatte für Tresoldi in Braunschweig keine Priorität. Durch das 3:0 gegen die Briten erledigte die deutsche Mannschaft ihre Pflichtaufgabe, um am Dienstag (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) in einem Endspiel in Athen um den Gruppensieg kämpfen zu können. Tresoldi lenkte das Spiel mit seinen zwei Treffern (11. Minute, Foulelfmeter/41.) zeitig in die erfolgreiche Richtung.
«Man sieht, dass er vor Selbstvertrauen gerade strotzt. Man sieht, welche Qualitäten er dann auch hat, in der Box, er hat einfach einen Riecher, dann Tore zu machen», lobte U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte der Mainzer Joker Nelson Weiper (90.).
Nach der 2:3-Niederlage im vergangenen Jahr gegen die Griechen steht die deutsche Auswahl in der EM-Qualifikation unter großem Druck. Für die Endrunde im nächsten Jahr in Albanien und Serbien qualifizieren sich neben den beiden Gastgebern die neun Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite. Die acht verbleibenden Gruppenzweiten bestreiten Play-offs, um die letzten vier Endrundenteilnehmer zu ermitteln.
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