Kiel (dpa) –
Die Krise von Holstein Kiel in der 2. Fußball-Bundesliga spitzt sich zu. Der Erstliga-Absteiger verlor auch gegen den neuen Tabellenführer FC Schalke 04 mit 1:2 (0:2). Nach der vierten Niederlage in Serie haben die «Störche» nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.
«Wenn man auf die Tabelle guckt, ist es schon so, dass man sich Sorgen macht», sagte Cheftrainer Marcel Rapp beim Pay-TV-Sender Sky. Es bringe aber nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. «Es geht darum, Leistung zu bringen. Ich glaube, das Spiel heute, das war auf jeden Fall deutlich besser als die letzten Spiele.» Es gelte zu arbeiten. Dann werde es besser.
Rapp macht sich keine Gedanken um den Job
Er selbst macht sich angesichts der Situation keine Gedanken um seinen Job. «Grundsätzlich ist es Sport. Ich bin jetzt schon eine Weile hier. Mal gibt es bessere Zeiten. Die haben wir schon zusammen erlebt. Jetzt sind die Zeiten nicht so rosig», sagte der 46-Jährige, der seit 2021 an der Förde arbeitet. «Ich glaube, da müssen wir zusammen durch.»
Es gehe darum, wie die Mannschaft Fußball spiele, ob sie gewillt sei, die Vorgaben umzusetzen, und ob sie Gas gebe. «Das sehe ich. Ich glaube, da kann man den Jungs keinen Vorwurf machen», sagte Rapp. «Und deswegen muss man einfach weiterarbeiten.»
Gegentore nach Standards
Beide Gegentore in der ersten Halbzeit fielen nach Schalker Eckbällen und Kieler Unaufmerksamkeiten. Beim 0:1 stand Kenan Karaman (16.) im Fünfmeterraum völlig frei. Beim 0:2 kam Hasan Kurucay (29.) aus kurzer Distanz zum Kopfball.
Holstein steigerte sich in der zweiten Halbzeit und kam durch einen Foulelfmeter von Davic Zec (55.) noch einmal heran. Jonas Therkelsen war zuvor von Ron Schallenberg gefoult worden.
Danach waren die Schalker einem dritten Tor aber wieder näher als die Kieler dem Ausgleich. Karaman (64.) und Edin Dzeko (70.) verpassten es jeweils, alles klarzumachen. Das hielt Holstein im Spiel. Bei der größten Chance zum 2:2 wurde ein Abschluss von Ivan Nekic (74.) noch kurz vor der Torlinie von Kurucay geklärt.
© dpa-infocom, dpa:260215-930-690714/2








