Steinmeier ruft zu Mäßigung in Wal-Debatte auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Anfeindungen in den sozialen Medien wegen des Umgangs mit dem gestrandeten Wal zur Mäßigung aufgerufen. Jens Büttner/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Anfeindungen in den sozialen Medien wegen des Umgangs mit dem gestrandeten Wal zur Mäßigung aufgerufen. Jens Büttner/dpa

Stralsund (dpa) –

Angesichts der Anfeindungen in den sozialen Medien wegen des Umgangs mit dem gestrandeten Buckelwal hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Mäßigung aufgerufen. Er habe keinen Rat zum Vorgehen bei dem vor der Insel Poel festsitzenden Tier zu geben, «nur die Bitte zu äußern, dass Anfeindungen, wie wir sie gegenwärtig in den sozialen Medien gerade auch gegenüber den Meeresexperten hören, dass wir die schleunigst unterlassen», sagte Steinmeier in Stralsund.

Er sei nicht wegen des Wals für drei Tage nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen, wisse aber natürlich, «dass über das Schicksal des Buckelwals viel diskutiert und gestritten wird und auch nach meiner Auffassung manchmal in einer Weise, die ich kaum noch nachvollziehen kann». Er habe aus der Ferne den Eindruck, die Landesregierung mache, was sie könne, lasse sich von Experten beraten.

Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte diese Woche drei Tage lang von Stralsund aus – als 18. Station der Reihe Ortszeit Deutschland, mit der der Bundespräsident Eindrücke abseits der Metropolen sammeln will.

© dpa-infocom, dpa:260415-930-949849/1

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