Flintbek (dpa/lno) –
Im Kreis Plön ist erstmals ein Goldschakalpaar nachgewiesen worden. Wie das Landesamt für Umwelt in Flintbek mitteilte, haben sich diese Tiere damit zum ersten Mal in Schleswig-Holstein angesiedelt. Zwei Goldschakale seien anhand ihres unverwechselbaren Heulens erkannt worden. Innerhalb von etwa zwei Wochen entstanden insgesamt neun Tonaufnahmen der beiden Tiere.
Zum Schutz der Schakale nennt das Landesamt keinen genauen Fundort. Die Tiere leben in vergleichsweise kleinen Revieren von zwei bis zehn Quadratkilometern und reagieren empfindlich auf Störungen. Sie sind deutlich kleiner als Wölfe und tragen meist ein gelbgraues Fell.
In Deutschland wurde ein Goldschakal erstmals 1997 in Brandenburg nachgewiesen. In Schleswig-Holstein gelang der erste Nachweis 2017 im Kreis Dithmarschen, wie das Landesamt für Umwelt mitteilte.
Vorfälle auf Sylt im Jahr 2025
Zuletzt war im Frühjahr 2025 ein Goldschakal auf der Nordseeinsel Sylt gesichtet worden. Vom 19. bis 21. Mai waren damals insgesamt 76 Rissvorfälle durch einen Goldschakal an derselben Herde gemeldet worden. Mehrere Lämmer wurden getötet. Seit Monaten fehlte von dem Tier jedoch jede Spur.
Jäger hatten den Goldschakal auf der Insel zuletzt Anfang Juni gesehen. Mit der speziellen Ausnahmegenehmigung des schleswig-holsteinischen Landesamts für Umwelt hätten Jäger den Goldschakal abschießen können. Der Genehmigung war ein wochenlanger Rechtsstreit gefolgt, die Jagd war zweimal gestoppt worden.
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