Hannover (dpa/lni) –
Der Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, Frank Doods, zieht nach einer mehrtägigen Delegationsreise nach Israel eine positive Bilanz. Die Reise habe sich sehr gelohnt, sie sei von «bedrückenden Begegnungen» sowie «beeindruckenden und interessanten Gesprächen» geprägt gewesen, teilte die Staatskanzlei mit.
Austausch über tiefere Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft
Der SPD-Politiker war mit dem niedersächsischen Antisemitismusbeauftragten Gerhard Wegner sowie rund einem Dutzend Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft unterwegs. Stationen waren Tel Aviv, Jerusalem, Be’er Scheva und Sderot. Im Mittelpunkt standen demnach Gespräche über eine tiefere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die politische und humanitäre Lage in der Region.
In der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gedachte die Delegation der Opfer der Schoah. Die Erinnerung daran sei «bleibender Auftrag und Verantwortung für Deutschland», sagte Doods. Antisemitismus und jeder Form der Relativierung der deutschen Schuld müsse entschieden entgegengetreten werden.
Gespräche in Knesset und mit palästinensischen Organisationen
Bei Gesprächen in der Knesset, dem israelischen Parlament, sowie mit palästinensischen Organisationen sei deutlich geworden, wie stark der Angriff der islamistischen Hamas vom 7. Oktober 2023 das gesellschaftliche Leben in Israel verändert habe.
Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war demnach die Innovations- und Forschungszusammenarbeit. Die Delegation besuchte unter anderem das Peres Center for Peace and Innovation sowie die Ben-Gurion-Universität des Negev.
«Großes Potenzial» für tiefere Kooperation mit Niedersachsen
Auch Gespräche mit Technologieunternehmen seien geführt worden. In Bereichen wie Mobilität, Cybersicherheit, Energie, Robotik und Verteidigungswirtschaft gebe es großes Potenzial für eine tiefere Kooperation von Israel mit Niedersachsen, hieß es.
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