Reformgruppe erwartet von Bischöfen Teamgeist mit neuem Chef

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Daniel Löb/dpa
Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Daniel Löb/dpa

Würzburg (dpa) –

Die katholische Reformgruppe «Wir sind Kirche» hat die Bischöfe dazu aufgerufen, ihre neuen Vorsitzenden Heiner Wilmer mehr zu unterstützen als seinen Vorgänger Georg Bätzing. Es brauche vor allem Teamgeist und eine dem Evangelium gemäße Streitkultur, um die Kirchenkrise zu überwinden, damit die gesellschaftliche Bedeutung der römisch-katholischen Kirche in Deutschland nicht weiter abnehme. 

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte sich am Vormittag mit dem Hildesheimer Bischof Wilmer einen neuen Chef gegeben. Bätzing war nach sechsjähriger Amtszeit nicht zur Wiederwahl in Würzburg angetreten.

Bekenntnis zu Synodalem Weg

«Wir sind Kirche» hofft, dass Wilmer sich zur Weiterführung des Synodalen Weges und den Strukturen in Deutschland bekennt. Zudem bleibe die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche eine Daueraufgabe. «Das ist unverzichtbar dafür, verlorenes Vertrauen wenigstens teilweise zurückzugewinnen», hieß es. 

Den Reformprozess Synodaler Weg hatten die Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) gemeinsam organisiert, um nach den Erschütterungen durch die Missbrauchsskandale in der Kirche Reformen anzustoßen. Einige als konservativ geltende Bischöfe hatten sich jedoch mehrmals öffentlich ausdrücklich kritisch zum Synodalen Weg geäußert. Wilmer hatte sich zuletzt offen für Reformen gezeigt.

© dpa-infocom, dpa:260224-930-729259/1

Copy LinkCopy Link
Zur Startseite