Kiel (dpa) –
Die geplante Übernahme der deutschen Tochter des insolventen schwedischen Batterieherstellers Northvolt könnte nach Angaben von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) bis zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen werden. Das Unternehmen habe die Landesregierung informiert, dies bis dahin anzustreben, sagte Madsen im Wirtschaftsausschuss des Landtags.
Ursprünglich hätte die finale Vertragsunterzeichnung bereits bis Ende 2025 erfolgen sollen. Über die Gründe der Verzögerung habe die Landesregierung keine Informationen, so der Minister. «Für den Moment müssen die Entwicklungen aber abgewartet werden, das Unternehmen Lyten ist am Zuge, die Übernahme abzuschließen und eine konkrete Planung für den Standort Heide vorzulegen.»
Ursprünglich wollte Northvolt bei Heide eine Batteriefabrik mit rund 3.000 Arbeitsplätzen errichten, ist inzwischen aber insolvent. Deshalb verhandelt das US-Unternehmen Lyten über den Bau einer kleineren Produktionsstätte für Batterien am selben Ort.
Northvolt hatte von der staatlichen Förderbank KfW für den geplanten Fabrikbau bei Heide eine Wandelanleihe über rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Ein Teil des Geldes wurde von Northvolt verbaut oder für Käufe eingesetzt.
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