Mehr rechtsextreme Straftaten an Schulen

Rechtsextreme Straftaten an Schulen nehmen zu. (Symbolbild) Michael Brandt/dpa
Rechtsextreme Straftaten an Schulen nehmen zu. (Symbolbild) Michael Brandt/dpa

Hannover (dpa/lni) –

In Niedersachsen steigt einem Zeitungsbericht zufolge die Zahl rechtsextremer Straftaten an Schulen. 2024 wurden 322 politisch rechts motivierte Straftaten im Klassenraum, auf dem Schulhof oder in anderen Bildungseinrichtungen registriert – 2022 waren es erst 133 Fälle, wie nach einem Bericht der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» aus vom Kultus- und Innenministerium vorgelegten Daten des niedersächsischen Landeskriminalamts hervorgeht. Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet.

Bei den meisten Fällen geht es um die Verwendung sogenannter Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen – etwa rechtsextreme Symbole. 243 solcher Fälle wurden 2024 gezählt. Daneben spielen Volksverhetzung (42 Fälle), Sachbeschädigung (19) und Beleidigung eine Rolle. Deutlich ist der Anstieg laut Bericht bei antisemitischen Straftaten: Deren Zahl vervierfachte sich zwischen 2022 und 2024 von 6 auf 24 Fälle. 

Die Statistik erfasst dem Zeitungsbericht zufolge nicht nur Schulhöfe, Klassen- und Lehrerzimmer, sondern sämtliche Tatorte im Bildungssektor. Dazu zählen auch etwa Hochschulen.

Das Innenministerium schätzte die Entwicklung als besorgniserregenden Trend ein. Laut Kultusministerium werden strafbare Handlungen in den Schulen angezeigt, gleichzeitig werden demnach Vorfälle im Schulalltag aufgearbeitet.

© dpa-infocom, dpa:260428-930-1630/2

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