Logistiker einer Drogenbande erneut vor Gericht

Ein Mitglied einer Drogenbande steht in Hannover erneut vor Gericht – der Bundesgerichtshof hatte das Urteil gegen den Mann teilweise aufgehoben. (Symbolbild) Holger Hollemann/dpa
Ein Mitglied einer Drogenbande steht in Hannover erneut vor Gericht – der Bundesgerichtshof hatte das Urteil gegen den Mann teilweise aufgehoben. (Symbolbild) Holger Hollemann/dpa

Hannover (dpa/lni) –

Nach der teilweisen Aufhebung eines früheren Urteils gegen ihn steht der Logistiker einer Drogenbande in Hannover erneut vor Gericht. Auf die Revision des 1985 geborenen Mannes habe der Bundesgerichtshof den Schuldspruch bestätigt, das Strafmaß allerdings nicht, teilte das Landgericht Hannover mit. Laut Bundesgerichtshof sei beim ersten Urteil nicht ausreichend berücksichtigt worden, dass der Mann mit seinen Angaben dazu beigetragen habe, ein Ermittlungsverfahren gegen einen möglicherweise korrupten Staatsanwalt möglich zu machen.

In dem Verfahren gegen den Staatsanwalt ebenfalls am Landgericht Hannover hatte der Angeklagte nach monatelangem Leugnen im Januar 9 von 14 ihm vorgeworfenen Taten umfassend gestanden. Er räumte ein, gegen Geld Informationen aus Ermittlungen an eine international agierende Kokain-Bande weitergegeben zu haben. Ihm droht nach einer Verständigung eine Freiheitsstrafe von mehr als acht Jahren. Ein Urteil steht noch aus.

Im Fall des 1985 geborenen Mannes muss das Gericht nun erneut über die Strafe entscheiden. Im März 2023 war der Mann wegen bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu zwölf Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach dem früheren Urteil war er als Logistiker einer Drogenbande an der Einfuhr mehrerer Tonnen Kokain über den Hamburger Hafen beteiligt.

© dpa-infocom, dpa:260220-930-712300/1

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