Hamburg (dpa/lno) –
Die Gegner von Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg haben ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Am Vormittag übergab die Initiative «NOlympia» insgesamt 19.423 Unterschriften an den Landeswahlleiter. Die Initiative will erreichen, das den Wahlunterlagen für das Bewerbungsreferendum am 31. Mai eine olympiakritische Stellungnahme beigefügt wird.
«Wir sind überwältigt, wie viele Menschen in den vergangenen drei Wochen bei Minusgraden Unterschriften gesammelt haben», sagte die «NOlympia»-Sprecherin Clara Ihring: «Wir sind dankbar für die vielen Gespräche auf der Straße. Darin wurde deutlich: Sehr viele Menschen wollen nicht, dass Milliarden für ein Megaprojekt ausgegeben werden.»
Olympia-Gegner haben «demokratische Störgefühle»
Für die Aufnahme der Stellungnahme in die Wahlunterlagen sind 10.000 Unterschriften erforderlich. In den kommenden Tagen und Wochen wird nun geprüft, ob es auf den von «NOlympia» abgegebenen Listen Dopplungen gibt und ob alle Unterschriften tatsächlich von stimmberechtigten Hamburgerinnen und Hamburgern kommen. So kann die Zahl von 19.423 noch abschmelzen.
Kritik übte «NOlympia» daran, dass die Initiative ihre Stellungnahme nach dem Einreichen am 15. Januar nicht mehr verändern dürfe, während dies «Senat und Bürgerschaft bis kurz vor Druckunterlagenschluss im April» möglich sei. Dies verursache «demokratische Störgefühle; vor allem auch deshalb, weil der Senat erst Mitte März sein Finanzierungskonzept und weitere Details veröffentlichen will».
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