Hamburg (dpa/lno) –
Die Ursache eines großen Brandes in Hamburg-Bramfeld im Mai 2023 bleibt ungeklärt. Das Amtsgericht Barmbek hat einen Hauseigentümer vom Vorwurf der fahrlässigen Brandstiftung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 77-Jährigen vorgeworfen, das Feuer beim Abflammen von Unkraut mit einem Gasbrenner verursacht zu haben.
Angeklagter bei Löschversuch verletzt
Die Flammen hatten ein Doppelhaus erfasst und einen Anbau komplett zerstört. Die Doppelhaushälfte des Angeklagten musste abgerissen und neu gebaut werden, wie er vor Gericht erklärte. Der Gesamtschaden belief sich auf rund 800.000 Euro. Der 77-Jährige hatte sich bei einem Löschversuch schwer verletzt und eine Woche im Krankenhaus verbracht. Die Feuerwehr brauchte fünf Stunden, um die Flammen zu löschen.
Der Angeklagte bestätigte, dass er an jenem trockenen und sehr windigen 16. Mai vor drei Jahren mit dem Gasbrenner Unkraut auf seiner Terrasse bekämpft hatte. Als er mit der Arbeit fertig war, habe ihn ein Nachbar von einem Balkon aus auf den Rauch im Gebäude aufmerksam gemacht. Der Brand sei von innen nach außen gekommen, erklärte ein anderer Nachbar als Zeuge.
Andere Brandursache nicht auszuschließen
Zwei Polizisten, darunter ein Brandermittler sowie ein Sachverständiger der Feuerversicherung, konnten den Gasbrenner nicht sicher als Brandursache bestimmen. Ihre Annahme beruhte entscheidend auf die Angabe des Angeklagten, dass er mit dem Propangasbrenner gearbeitet habe.
In der Urteilsbegründung erklärte der Richter, dass es zwar wahrscheinlich sei, dass das Feuer irgendwie bei dem Abflammen von Unkraut entstanden sei. Eine andere Ursache lasse sich aber nicht ausschließen. Auch die Vertreterin der Staatsanwaltschaft hatte auf Freispruch plädiert.
© dpa-infocom, dpa:260508-930-53588/1








