Bremerhaven (dpa) –
Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist erstmals in einem europäischen Hafen ein Autotransporter während der Liegezeit mit Landstrom versorgt worden. Dazu wurde das Stromkabel mit Hilfe eines Krans in die Lüfte gehoben und mit dem Bordsystem verbunden, wie ein Sprecher der Hafengesellschaft bremenports mitteilte. Zunächst habe ein umfangreicher technischer Test über Stunden nicht geklappt. Diesen müssten alle Schiffe im Vorfeld einer Landstromversorgung einmalig bestehen. Vonseiten der «Lake Shirasagi» seien immer wieder Fehlermeldungen ausgelöst worden. Daraufhin sei der geplante Pressetermin abgesagt worden. Im Laufe des Tages habe es aber schließlich doch geklappt.
Das rund 200 Meter lange Autoschiff war am Sonntag aus Rotterdam in Bremerhaven angekommen. Dort wurden rund 2000 Fahrzeuge be- und entladen. Am Dienstag sollte die Fahrt weitergehen.
Landstrom statt Strom aus bordeigenen Dieselgeneratoren
Die neue Anlage am Bremerhavener Autoterminal soll Landstrom-fähige Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen. Bisher mussten Autocarrier ihre bordeigenen Dieselgeneratoren durchgehend betreiben, um den Schiffsbetrieb aufrechtzuerhalten. Durch die Umstellung könnten Emissionen vermieden werden.
Mit mehreren Reedereien seien bereits Vereinbarungen getroffen worden, damit deren Landstrom-fähige Schiffe den Strom auch abnehmen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist Teil des Landstrom-Ausbauprogramms in den Bremerhavener Häfen. Im ersten Schritt entstehen fünf Landstromanlagen: zwei mobile, eine fest installierte Anlage an der Stromkaje, eine für Kreuzfahrtschiffe an der Columbuskaje sowie die nun in Betrieb genommene Anlage für RoRo-Schiffe am Autoterminal.
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