App soll Hilfe für Wildtiere und Finder erleichtern

Braucht dieser Igel Hilfe oder sollte man ihn besser in Ruhe lassen? (Symbolbild) Armin Weigel/dpa
Braucht dieser Igel Hilfe oder sollte man ihn besser in Ruhe lassen? (Symbolbild) Armin Weigel/dpa

Hannover (dpa) –

Spaziergänger können künftig mit der Hilfe ihres Handys Wildtieren in einer Notlage schneller helfen. Eine neue Smartphone-App soll Menschen dabei unterstützen, richtig auf hilfsbedürftige Wildtiere zu reagieren. Die sogenannte Wildtier-SOS-App sei von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover entwickelt worden, teilte die Stadt Hildesheim mit.

Die Anwendung führe Nutzerinnen und Nutzer mithilfe gezielter Fragen zu der Einschätzung, ob ein gefundenes Tier tatsächlich Hilfe benötigt. Anschließend gebe sie konkrete Handlungsempfehlungen und verweise auf geeignete Anlaufstellen in der Nähe. Laut einer Sprecherin der Stiftung kann die Anwendung bundesweit genutzt werden.

Ziel: Tiere schneller in fachkundige Hände übergeben 

In der App seien sowohl Behörden wie Veterinärämter, Naturschutzbehörden, Feuerwehr und Polizei als auch Wildtierstationen und Pflegestellen hinterlegt. Ziel sei es, Tiere schneller in fachkundige Hände zu übergeben und unnötige Eingriffe in die Natur zu vermeiden.

Ein «totaler Klassiker» sind laut der Sprecherin im Frühjahr fälschlicherweise als hilfsbedürftig eingestufte und abgegebene Jungvögel. Die sogenannte Ästlingsphase sei jedoch ein natürlicher Abschnitt in der Entwicklung junger Vögel.

In dieser Zeit verlassen die noch kleinen Tiere flugunfähig oder flugschwach das Nest, aber werden weiterhin von ihren Eltern am Boden oder im Gebüsch gefüttert. Die Ästlinge sollten in der Regel nicht mitgenommen werden.

© dpa-infocom, dpa:260423-930-981518/1

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