Erdgasterminal Stade soll im September Betrieb aufnehmen

Das Stader LNG-Terminal soll bald fertiggestellt werden. (Archivbild) Georg Wendt/dpa
Das Stader LNG-Terminal soll bald fertiggestellt werden. (Archivbild) Georg Wendt/dpa

Stade (dpa/lni) –

Das geplante Flüssiggas-Terminal in Stade soll im September seinen Betrieb aufnehmen. Verschiedene Vorarbeiten und Analysen würden nun einen klaren Fahrplan aufzeigen, teilte die Betreibergesellschaft Deutsche Energy Terminal (DET) mit. Zuvor hatte es beim Bau des Terminals immer wieder Probleme und Verzögerungen gegeben. 

Zuletzt hatte sich die DET im vergangenen Jahr mit der bis dahin zuständigen Hanseatic Energy Hub (HEH) auf die Übernahme der Bauarbeiten an der Suprastruktur geeinigt. Dabei geht es vor allem um den Bau von Verladearmen und Leitungen zwischen dem Festland und dem schwimmenden Terminal für flüssiges Erdgas (LNG). Zwischen beiden Unternehmen hatte es immer wieder Streit über diese Arbeiten gegeben.

Zwischenzeitlich wurde deshalb das für den Betrieb in Stade bestimmte Terminalschiff «FSRU Energos Force» nach Jordanien verchartert. Vertraglich sei aber sichergestellt, dass es rechtzeitig für die Inbetriebnahme des Terminals nach Niedersachsen zurückkehrt. Das Schiff wandelt an Bord angeliefertes flüssiges Erdgas wieder in Gasform um.

Viertes Terminal in Deutschland

Die Bundesregierung hatte den Aufbau von LNG-Terminals an Nord- und Ostsee wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine forciert, um unabhängig von russischen Gaslieferungen zu werden. In Deutschland gibt es bislang mehrere schwimmende Terminals. Diese befinden sich in Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Mukran auf Rügen.

Neben dem schwimmenden Terminalschiff wird in Stade ein landseitiges Terminal zum Import von flüssigem Erdgas geplant. Das wesentlich größere Terminal soll das schwimmende ersetzen und laut Genehmigung bis Ende 2043 mit fossilem Erdgas betrieben werden.

© dpa-infocom, dpa:260610-930-200069/1

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