Hamburg (dpa/lno) –
Die Zahl der Rechtsextremisten in Hamburg ist im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent gestiegen. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht hervor, den Innensenator Andy Grote (SPD) und der Leiter des Landesamtes, Torsten Voß, am Mittag im Rathaus vorstellten.
Demnach belief sich das Personenpotential der Rechtsextremisten auf 450 Menschen – 50 mehr als im Vorjahr. 250 werden demnach als gewaltorientiert eingestuft – 100 mehr als im letzten Verfassungsschutzbericht. Zugleich zeige sich, dass die Szene immer jünger werde und zunehmend subkulturell geprägt sei, sagte Grote.
Zahl der Islamisten auf Vorjahresniveau
Als mit Abstand größte Extremistengruppe in Hamburg werden im neuen Bericht erneut die Islamisten ausgewiesen. Das Personenpotential blieb mit 1.925 dieser Gruppe zugeordneten Personen auf Vorjahresniveau (1.900). Einen leichten Rückgang gab es bei Linksextremisten: Ihre Zahl sank den Angaben zufolge von 1.050 Personen im Jahr 2024 auf nunmehr 1.000.
Der Verfassungsschutz sei die «erste Verteidigungslinie der Demokratie», sagte Grote. «Und diese Verteidigung tut Not, insbesondere Rechtsextremismus, Islamismus und hybride Angriffe fordern unseren Staat, unsere freie Gesellschaft erheblich voraus.»
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