St. Paulis Blessin zu Zukunft: «Sacken lassen»

St. Paulis Trainer Alexander Blessin vor dem entscheidenden Spiel gegen Wolfsburg.  Philipp Szyza/dpa
St. Paulis Trainer Alexander Blessin vor dem entscheidenden Spiel gegen Wolfsburg. Philipp Szyza/dpa

Hamburg (dpa) –

Trainer Alexander Blessin vom FC St. Pauli hat nach dem Bundesliga-Abstieg noch keine Details zu seiner Zukunft preisgegeben. «Letztendlich ist es, glaube ich, heute absolut nicht der richtige Zeitpunkt dafür, weil es einfach verdammt weh tut», sagte der 52-Jährige nach dem 1:3 gegen den VfL Wolfsburg, der nun in der Relegation antritt.

Der sichtlich ergriffene Coach bekräftigte, dass es einen guten Austausch mit Sportchef Andreas Bornemann gebe. Dass er auch nach der Serie von neun Niederlagen an ihm festgehalten habe, «das sieht man nicht oft und da bin ich auch sehr, sehr dankbar und deswegen ist dieser Austausch weiterhin vertrauensvoll». 

Er sagte weiter: «Da wird man sich jetzt auch in den nächsten Tagen, wenn wir das jetzt alle ein bisschen sacken lassen, dann auch wieder zusammensetzen und dann auch wieder Lösungen finden.»

Der Coach sagte, dass er nach dem Spiel eine totale Leere im Kopf habe. «Irgendwann sitzt du dann auf der Tribüne neben seiner Familie und man redet ein bisschen. Und ich weiß auch gar nicht, was jetzt meine Frau zu mir gesagt hat. Also von daher ist es schwierig, das jetzt zu greifen.»

Irvine äußert sich zu Zukunft

Der Club steht nach dem Abstieg vor einem Umbruch. Der Weggang von Blessin wird erwartet. Auch wenn Präsident Oke Göttlich vor dem Spiel noch abwiegelte. «Wir haben überhaupt keinerlei andere Signale erhalten und gesendet», sagte er bei Sky.

Derweil verkündete Leistungsträger und Kapitän Jackson Irvine beim Pay-TV-Sender, dass er dem Club auch in der 2. Liga die Treue halte. «Mein Vertrag läuft noch ein Jahr, und ich werde hier bleiben. Hier bin ich zu Hause», sagte der 33 Jahre alte Australier, der seit 2021 im Verein ist. «Es müsste schon etwas ziemlich Dramatisches passieren, damit ich nicht mehr hier bin», fügte er hinzu. Er sei am Boden zerstört und untröstlich wegen des Abstiegs nach zwei Jahren in der Bundesliga.

© dpa-infocom, dpa:260516-930-88787/1

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