Nabu kritisiert Hamburger Hafengeburtstag wegen Energiekrise

Das Schlepperballett gehört zum Programm des Hafengeburtstags. (Archivbild) Georg Wendt/dpa
Das Schlepperballett gehört zum Programm des Hafengeburtstags. (Archivbild) Georg Wendt/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

Der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg hat angesichts der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise die Pläne der Stadt für den Hafengeburtstag kritisiert. 

Anstatt die Bevölkerung für Einsparungen zu sensibilisieren, werde wie gewohnt weitergemacht. «Diesel und Kerosin werden knapp, aber eine bunte Kulisse mit Kreuzfahrern und Schlepper-Ballett geht immer. Da schüttelt man mit dem Kopf», sagte Malter Siegert, Vorsitzender des Nabu Hamburg. Das unveränderte Vorgehen sei bedauerlich. 

«Zumindest auf das Schlepper-Ballett hätte man symbolisch verzichten müssen», sagte Siegert. Der Nabu kritisiert zudem das Feuerwerk, da es die Brutzeit von Vögeln störe. Zu klassischer Musik drehen sich die Schiffe beim Schlepper-Ballett vor den Landungsbrücken. Seit vielen Jahren gehört dies zum Programm des Hafengeburtstags. 

Im «Hamburger Abendblatt» wies die Wirtschaftsbehörde die Kritik zurück und teilte mit, dass der Hafengeburtstag Menschen zusammenbringe und Zukunftsperspektiven aufzeige, was gerade in der aktuellen Zeit wichtig sei.

Von Freitag bis Sonntag feiert Hamburg den 837. Geburtstag seines Hafens. An den Tagen wird es außer Schiffsparaden auch Konzerte geben.

© dpa-infocom, dpa:260507-930-46212/1

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