Werder Bremen: Mit Schwung aus Derby-Sieg nach Stuttgart

Nach dem Sieg im Nordderby will Werder-Trainer Daniel Thioune in Stuttgart jubeln. (Archivbild) Carmen Jaspersen/dpa
Nach dem Sieg im Nordderby will Werder-Trainer Daniel Thioune in Stuttgart jubeln. (Archivbild) Carmen Jaspersen/dpa

Bremen (dpa) –

Werder-Trainer Daniel Thioune macht sich wenig Hoffnungen, dass der VfB Stuttgart nach dem erfolgreichen Kraftakt im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg im Bundesliga-Spiel gegen die Bremer nachlassen. Die Stuttgart hatten am Donnerstagabend erst in der Verlängerung durch den Treffer von Tiago Tomas (119.) zum 2:1-Endstand das Endspiel gegen den FC Bayern München erreicht. 

«Wir haben gesehen, dass das schon ein bisschen Körner gekostet hat», sagte Thioune bei der Pressekonferenz vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN). «Aber das habe ich in der Vergangenheit ja auch gesagt: Eine Mannschaft, die europäisch aufgestellt ist, die dieses Jahr im Europapokal dann halt auch schon gespielt hat, die hat so eine Kaderbreite, eine Tiefe.» Das sei in den letzten Minuten gegen den SC Freiburg zu sehen gesehen, als Spieler auf den Platz kamen, «die das Spiel dann einfach noch mal gedreht haben».

Nach Derby-Sieg noch keine Entwarnung bei Werder

Während die Stuttgarter am Sonntag durch die Euphorie des erneuten Einzugs in das Pokal-Finale in Berlin am 23. Mai getragen werden könnten, wollen die Bremer den Schwung aus dem emotionalen 3:1 im Nordderby gegen den Hamburger SV in die letzten vier Spiele mitnehmen. «Man hat schon gesehen, wie viel Ballast doch bei den Jungs abfiel», sagte Thioune.

Trotz des Erfolgs gegen den HSV ist der SV Werder noch im in Abstiegsgefahr. Als Tabellen-15. sind die Bremer fünf Punkte vom FC St. Pauli auf dem Abstiegsrelegationsplatz entfernt.

Kapitän Friedl kehrt nach Rot-Sperre zurück

Neben den Langzeitverletzten und Rekonvaleszenten Julian Malatini, Wesley Adeh, Keke Topp, Mitchell Weiser und Torwart Karl Hein sind in Stuttgart auch der weiter angeschlagene Felix Agut und die gelb-gesperrten Leonardo Bittendourt und Marco Grüll nicht dabei.

Jens Stage, Doppel-Torschütze gegen den HSV, soll durch gesteuerte Belastung bis zum Sonntag fit gemacht werden. Kapitän und Abwehrchef Marco Friedl steht nach seiner Rot-Sperre wieder zur Verfügung. Auch der lange verletzte Maximilian Wöber könnte eine Option in der Innenverteidigung sein. 

«Ich habe jetzt auf der Position die Qual der Wahl», sagte Thioune. «Es wird eine harte Entscheidung, wenn der eine oder anderen nicht spielt – das ist aber eher ein Segen, als sich wie vor ein paar Wochen Gedanken machen zu müssen, wen ich überhaupt aufstelle.»

© dpa-infocom, dpa:260424-930-988100/1

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