Schwerin/Wismar (dpa) –
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion für den vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwal: «Wir unterstützen die Rettungsaktion nicht, denn nach allen uns vorliegenden Informationen ist dieser Wal krank und stark geschwächt», teilte eine Sprecherin auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mit.
Laut wissenschaftlichen Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) seien die Erfolgsaussichten des Tieres bei einer Lebendbergung sehr gering und gingen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher.
Greenpeace habe sich in den vergangenen Tagen an den Rettungsversuchen beteiligt. «Jetzt konzentrieren wir unsere Arbeit darauf, den Schutz der Meere auch als Lebensraum der Wale voranzubringen.»
Sowohl das Meeresmuseum als auch das ITAW teilten mit, dass sie bei ihren bisherigen Einschätzungen bleiben. «Das Konzept für die nun vorliegenden Pläne liegt uns erst seit gestern am frühen Abend vor. Es gab bisher noch keine Gelegenheit, es zu bewerten», hieß es seitens des Museums. Eine neue Lagebewertung gebe es nicht. Das ITAW erklärte: «An der fachlichen Prüfung der hierzu vorgelegten Planungen waren wir nicht beteiligt und können das Vorgehen daher nicht bewerten. An unserer bisherigen Einschätzung der Lage hat sich nichts geändert.»
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