Berlin (dpa) –
Steffen Krach, SPD-Bewerber für das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin, ist nach Angaben seines Sprechers bei einem Wahlkampf-Einsatz bedroht worden. Krach und weitere SPD-Mitglieder hätten vor einem Einkaufszentrum in der Schlossstraße in Steglitz Flyer an Passanten verteilt, als ein Mann ihn anpöbelte, so der Sprecher.
Nach einiger Zeit sei der Mann auf Krach zugegangen und habe gesagt: «Willst Du eine Waffe am Kopf haben?» Als er in eine Tasche seiner Jacke gegriffen habe, sei ein Begleiter Krachs dazwischengegangen und habe den Mann zu Boden geworfen. Zuvor hatte «Bild» über den Vorfall berichtet.
Eine Polizeistreife in der Nähe sei schnell vor Ort gewesen und habe sich im weiteren Verlauf um den Mann gekümmert, so der Sprecher weiter. Zu Schaden gekommen sei nach ersten Erkenntnissen niemand. Krach habe gegen den Mann noch am Ort des Geschehens Anzeige wegen Beleidigung erstattet und seinen Wahlkampf dann fortgesetzt.
Das Lagezentrum der Berliner Polizei bestätigte auf Anfrage eine Auseinandersetzung in der Schlossstraße am Nachmittag. Ob tatsächlich ein politischer Hintergrund vorliege, müsse noch geklärt werden. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann zuvor bereits andere Menschen verbal attackiert habe.
Krach fordert bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) heraus. Der SPD-Spitzenkandidat ist seit 2021 Regionspräsident in seiner Geburtsstadt Hannover. Zuvor war er viele Jahre im Berliner Politikbetrieb tätig, etwa zwischen 2014 und 2021 als Staatssekretär für Wissenschaft.
© dpa-infocom, dpa:260407-930-916661/1








