Fitz, Varell und Schafmeister Gaststars im «Tal des Todes»

Gaststartrio am Kalkberg von Böse und temperamentvoll bis skurril. Marcus Brandt/dpa
Gaststartrio am Kalkberg von Böse und temperamentvoll bis skurril. Marcus Brandt/dpa

Bad Segeberg (dpa/lno) –

Voller Vorfreude und Tatendrang haben sich vier Monate vor der Premiere die Gaststars der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg erstmals in ihren Kostümen präsentiert. Florian Fitz als charmant-finsterer Schurke Roulin, Heinrich Schafmeister als skurriler britischer Sir John Raffley und Isabel Varell als selbstbewusst-temperamentvolle mexikanische Señorita Miranda zeigten sich begeistert von ihren Rollen und voller Vorfreude auf die Aufführungen unter freiem Himmel.

Veranstalter versprich packende Inszenierung

Die Geschäftsführerin des Veranstalters, Ute Thienel, versprach für das Stück «Im Tal des Todes» mitreißende Musik und Tänze, prächtige Kostüme, ein malerisches Bühnenbild sowie Spannung, Action und lustige Momente am Kalkberg. «Unsere Gäste können sich auf eine packende Inszenierung freuen», sagte Thienel.

Fitz (58), der vielen Fernsehzuschauern unter anderem vom «Traumschiff» oder Chefarzt Alexander von Arnstett aus der Serie «Bettys Diagnose» bekannt ist, bekam von Thienel einen glänzenden Colt überreicht. Der finstere Betreiber eines geheimen Quecksilberbergwerks und Gegenspieler von Winnetou, der zum sechsten Mal von Alexander Klaws verkörpert wird, dürfte von der Waffe reichlich Gebrauch machen.

«Theater unter freiem Himmel hat eine ganz besondere Energie», sagte Fitz. «Für mich ist es ein großes Geschenk, noch einmal eine völlig neue Fähigkeit wie das Reiten zu erlernen und dabei bewusst die eigene Komfortzone zu verlassen.»

Varel hat sichtlich große Freude an diesem ersten öffentlichen Auftritt als Señorita Miranda, die im mexikanischen Städtchen San Miguel eine Cantina betreibt. Auch die vielseitige, 64 Jahre alte Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin lernt erst für ihre Rolle das Reiten. Für ihre Gesangseinlage «Im Tal des Todes» stattete Thienel sie mit einem Tamburin aus. «Sie ist die Vielseitigkeit in Person», so die Geschäftsführerin.

Varel: Es ist so schön, ein Teil davon zu werden

«Irgendwie ist das so vertraut hier», sagte Varel. «Ich glaube ja, dass ich einem meiner früheren Leben im wilden Westen verbracht haben muss.» Es sei ein großes Abenteuer und wie ein Geschenk, dass sie durch die Karl-May-Spiele zum Reiten gekommen sei. «Ich freue mich total, das gesamte Team kennenzulernen, das seit Jahrzehnten die Karl-May-Spiele zu diesem großen Erfolg gemacht hat. Es ist so schön, in diesem Sommer ein Teil davon zu werden.» Karl-May stehe für so wichtige Werte wie Loyalität, Freundschaft und Toleranz.

«Das ist die größte Bühne, die ich jemals betreten habe», sagte Varel mit Blick auf die Kalkberg-Arena. «Ich habe eine Menge Respekt, aber das ist so ein Geschenk, dass wir auf einen Schlag 7.500 Menschen glücklich machen können.»

Heinrich Schafmeister spielt die Rolle des etwas verschrobenen Briten Sir John Raffley, der als Reisender im Auftrag eines versnobten englischen Clubs einige Bewährungsproben zu bestehen hat. Thienel stattete den 68-Jährigen mit einer auffälligen Tabakpfeife aus. Die Figur des Raffley wird zum ersten Mal in Bad Segeberg gespielt. «Ich bin überwältigt, dass ich hier sein darf», sagte Schafmeister. «Ich freue mich da richtig drauf.»

72 Aufführungen ab 27. Juni

Premiere der Karl-May-Spiele ist am 27. Juni. Gespielt wird bis zum 6. September in 72 Aufführungen immer von Donnerstag bis Sonntag. In der vergangenen Saison waren gut 445.000 Zuschauer zu den Aufführungen des Stücks «Halbblut» nach Bad Segeberg gekommen.

© dpa-infocom, dpa:260227-930-745819/1

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