Wie Fachkräfte schneller nach Niedersachsen kommen sollen

Niedersachsen bemüht sich um mehr Fachkräfte aus dem Ausland. (Symbolbild) Oliver Dietze/dpa
Niedersachsen bemüht sich um mehr Fachkräfte aus dem Ausland. (Symbolbild) Oliver Dietze/dpa

Osnabrück (dpa/lni) –

Eine neue Zentralstelle in Osnabrück soll dabei helfen, ausländische Fachkräfte schneller nach Niedersachsen zu holen. Die Mitarbeiter schlossen bislang mehr als 420 Verfahren ab, wie das niedersächsische Innenministerium mitteilte. In mehr als 200 Fällen wurde das anschließende Visumverfahren daraufhin beschleunigt.

Woher die Fachkräfte kommen

Die Zentralstelle ist bei der Landesaufnahmebehörde Osnabrück angesiedelt und nahm im vergangenen Juli ihren Betrieb auf. Seit Beginn dieses Jahres ist es die einzige Anlaufstelle in Niedersachsen für Arbeitgeber, Agenturen und Behörden. Früher waren die 52 kommunalen Ausländerbehörden zuständig. 

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens besuchte nun die neue Zentralstelle. «Aktuell stammen die Fachkräfte überwiegend aus der
Türkei, Marokko, Kamerun und Tunesien», teilte die SPD-Politikerin mit. Interesse bestehe vor allem in den Bereichen Pflege und Medizin, Transport und Logistik sowie Land-, Forst- und Tierwirtschaft. 

Wie das Verfahren funktioniert

Arbeitgeber müssen einen konkreten Arbeitsplatz anbieten, eine Vollmacht einer Fachkraft vorweisen und eine Gebühr zahlen. Dann bekommen sie Hilfe von der Zentralstelle: Die Mitarbeiter beraten die Arbeitgeber, koordinieren alle notwendigen Schritte und übernehmen die Kommunikation mit Anerkennungsstellen, Vertretungen im Ausland und der Bundesagentur für Arbeit.

© dpa-infocom, dpa:260203-930-636120/1

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