Diakonie fordert ganztägige Öffnung des Winternotprogramms

Die Diakonie fordert eine ganztägige Öffnung des Winternotprogramms. (Archivfoto) Christian Charisius/dpa
Die Diakonie fordert eine ganztägige Öffnung des Winternotprogramms. (Archivfoto) Christian Charisius/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

Angesichts von Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt hat die Diakonie eine ganztägige Öffnung des Winternotprogramms gefordert. «Bei dieser Wetterlage ist der Aufenthalt im Freien für die rund 3.800 obdachlosen Menschen in Hamburg mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Da viele der Betroffenen unter Vorerkrankungen leiden, führen bereits vermeintlich einfache Virusinfektionen häufig zu schweren Komplikationen», teilte die Diakonie mit.

Die Öffnungszeiten der Einrichtungen mit ihren insgesamt mehr als 700 Plätzen sind aktuell morgens bis 11.30 erweitert. Am Nachmittag öffnen sie wieder um 15.00 Uhr. Die Diakonie begrüßt diese Ausweitung, hält jedoch eine ganztägige Öffnung der Unterkünfte für erforderlich. Derzeit müssten die Betroffenen die Räumlichkeiten trotz Nässe und Kälte für mehrere Stunden am Tag verlassen.

Diakonie: Sprechen Sie obdachlose Menschen an

Die Diakonie bittet außerdem alle Hamburger um erhöhte Wachsamkeit: «Sprechen Sie obdachlose Menschen an und fragen Sie nach ihrem Befinden. Bieten Sie heiße Getränke an.» Bei Anzeichen akuter gesundheitlicher Gefährdung sollte umgehend der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden. 

Im Rahmen des Winternotprogramms bieten die 400 Plätze in der Friesenstraße in Hammerbrook und die gut 300 Plätze in der Châu-und-Lân-Straße in Moorfleet Obdachlosen von November bis März ein Dach über dem Kopf – zusätzlich zu den ständigen Notübernachtungsstätten im Pik As in der Eiffestraße (330 Plätze) und der Frauen-Einrichtung Hinrichsenstraße (60 Plätze).

© dpa-infocom, dpa:260126-930-597560/1

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