Bauindustrie fordert Tempo statt Symbolpolitik beim Wohnbau

Die  norddeutschen Länder hatten am Freitag ein neues Positionspapier veröffentlicht. (Symbolbild) Julian Stratenschulte/dpa
Die norddeutschen Länder hatten am Freitag ein neues Positionspapier veröffentlicht. (Symbolbild) Julian Stratenschulte/dpa

Hannover (dpa/lni) –

Angesichts des Wohnraummangels fordert der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen von der Politik weniger Symbolik und mehr zügiges Handeln. Für ein schnelleres Tempo beim Bauen stünden erprobte Instrumente bereit, sagte Hauptgeschäftsführer Jörn Makko. Dazu gehörten modulares Planen und Bauen, vereinfachte Stellplatzvorgaben, reduzierte Standards im geförderten Wohnungsbau und digitale Genehmigungsverfahren. 

Makko begrüßte zwar die «Bremer Erklärung» für mehr bezahlbaren Wohnraum, die die fünf norddeutschen Länder am Freitag auf ihrem dritten Wohngipfel in der Hansestadt beschlossen hatten. Die Erkenntnisse seien aber nicht neu. «Wir sind über die Phase der Gipfeltreffen längst hinaus», sagte der Verbandschef. «Jetzt geht es nur noch um die verbindliche Umsetzung und um Geschwindigkeit.»

Aus Sicht des Verbandes fehlt es weniger an Analyse als an konsequenter Umsetzung. «Lange Planungs- und Genehmigungszeiten, überkomplexe Standards, häufig wechselnde Förderprogramme und zersplitterte Zuständigkeiten bremsen den Wohnungsbau seit langem», sagte Makko. Zugleich zeigten zahlreiche Beispiele aus Ländern und Kommunen, dass es auch anders gehe.

© dpa-infocom, dpa:260119-930-565856/1

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