Hamburg (dpa) –
Schnee und Eis bedeuten für viele Wildtiere nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung eine ernste Gefahr. Gefrorene Böden und Gewässer erschweren den Angaben zufolge die Nahrungssuche. Die größeren Anstrengungen sowie die niedrigen Temperaturen rauben den Tieren wertvolle Energiereserven.
So kämen etwa Eichhörnchen derzeit oft nicht mehr an ihre im Herbst angelegten Vorräte, da viele ihrer Nahrungsdepots unter einer harten Schneedecke oder im gefrorenen Erdreich lägen. Bergbewohnern wie Gämsen koste die Suche nach Gräsern und Flechten in Eis und Schnee viel Kraft. Singvögel fänden in gefrorenen Böden kaum noch Insekten oder Samen.
«Gerade in solchen Extremwintern können Menschen viel zum Schutz der Wildtiere beitragen», sagte Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. «Wichtig ist vor allem, die Tiere nicht unnötig zu stören.»
Spaziergänger sollten auf den Wegen bleiben, Hunde anleinen und Rückzugsräume respektieren, besonders in Wäldern, an Waldrändern und in den Bergen. «Wintersportler sollten ausgewiesene Routen nutzen und Wildruhezonen meiden.» Wer einen Garten oder Balkon habe, könne Vögeln und Eichhörnchen mit geeignetem Futter und eisfreien Wasserstellen helfen.
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