Kiel/Husum (dpa/lno) –
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt streiken am Donnerstag in Schleswig-Holstein die Straßenmeistereien. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder – die Gewerkschaft Verdi hatte zum Streik aufgerufen.
Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr wurde mit der Gewerkschaft aber eine Notdienstvereinbarung getroffen. Um den Ausfall der Beschäftigten in den 22 Straßenmeistereien des Landes abzufedern, sollen Fremdfirmen einspringen. Dennoch seien Einschränkungen im Winterdienst möglich.
Wegen der Witterung und vor allem glatter Straßen in den Morgenstunden sollten Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig fahren, hieß es.
Auch in anderen Bereichen riefen Verdi, die Gewerkschaft der Polizei, die IG Bau und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu ganztägigen Warnstreiks auf. Zu einer gemeinsamen Kundgebung in Kiel werden laut Verdi Teilnehmer aus ganz Schleswig-Holstein erwartet.
«Wir wollen gemeinsam mit allen beteiligten DGB-Gewerkschaften den Druck vor den Tarifverhandlungen am 11. und 12. Februar in Potsdam erhöhen und deutlich machen, wie sich die Lage zuspitzt, wenn es am Verhandlungstisch keine Bewegung gibt», sagte ein Verdi-Sprecher.
Fortsetzung der Verhandlungen
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, so dass auch diese rund 1,3 Millionen Menschen betroffen sind.
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