Hamburg (dpa/lno) –
Am Hamburger Flughafen sind vergangenes Jahr weniger Flugzeuge wegen Verspätung nach 23.00 Uhr gestartet und gelandet. Die Zahl dieser Flüge zwischen 23.00 Uhr und Mitternacht nahm im Vergleich zu 2024 um 23 Prozent auf 756 ab, wie die Hamburger Umweltbehörde mitteilte. Die Zahl der Ausnahmen für Flüge nach Mitternacht sank von 41 auf 26. Vorab berichtete das «Hamburger Abendblatt».
Zwischen 23.00 und 6.00 Uhr gelten am Flughafen Nachtflugbeschränkungen. Bis Mitternacht dürfen Flugzeuge starten und landen, wenn die Verspätung unvermeidbar ist. Airlines zahlen dafür Aufschläge. In der Zeit von Mitternacht bis 6.00 Uhr sind ausschließlich Flüge mit voriger kostenpflichtiger Ausnahmegenehmigung zulässig.
«Gute Nachricht für Anwohner»
Die Behörde begründete die Entwicklung mit einer neuen Entgeltordnung, die seit Frühjahr 2025 verspätete Flüge weiter verteuert hat. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sagte, die Bilanz sei eine gute Nachricht für die Anwohner. «Unser Kurs für mehr Lärmschutz zeigt Wirkung.»
Der Vorsitzende des Umweltverbands BIG-Fluglärm, Martin Mosel, teilt Fegebanks Einordnung nicht: Zwar habe der Lärm im Vergleich zu 2024 leicht abgenommen. Er beklagt aber, dass die Zahl der Flüge nach 22.00 Uhr seit 2019 gestiegen sei – und zwar um rund ein Fünftel. Der Lärm verlagere sich vom Tag in die Nacht. Die Nacht beginne um 22.00 Uhr und nicht um 23.00 Uhr.
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