Schierke (dpa) –
Im immer wieder von Waldbränden betroffenen Oberharz wollen Kommunen, Landkreis und Nationalparkverwaltung auch in der bevorstehenden Saison bei der Brandbekämpfung Hand in Hand arbeiten. Das bestehende Waldbrandschutzkonzept sei ein «lebendes», welches je nach Erfahrungen und neuen Erkenntnissen fortgeschrieben werde, sagte Gert Zender, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten anlässlich eines Besuchs des Nationalparks Harz.
Meldeketten, Löschwasser und Wegkenntnisse entscheidend
Große Herausforderung bei der Waldbrandbekämpfung im Harz sei die Größe des Gebiets. Meldeketten müssten funktionieren und die Löschwasserhaltung in den oftmals schwer zugänglichen Harzer Wäldern ausreichend sein, erklärte Zender. Auch Kenntnisse über die Wegesysteme in Deutschlands nördlichsten Mittelgebirge sind für alle Beteiligten wichtig, wie es hieß.
Die Waldbrandsaison im Harz geht von April bis Oktober. Am Sonntag war auch das gecharterte Löschflugzeug «Hexe 1» aus seinem Winterquartier in Polen nach Ballenstedt zurückgekehrt. Es ist das vierte Jahr in Folge, dass die einmotorige, knallgelbe Maschine für die etwa sechsmonatige Waldbrandsaison einsatzbereit ist. Sie kann nach Angaben des Landkreises bis zu 2.300 Liter Wasser abwerfen – entweder als Linie oder eine Art Wasserbombe.
Löschflugzeug seit 2023 im Einsatz
Die Unterstützung aus der Luft habe sich seit 2023 gerade bei Bränden in den oftmals schwer zugänglichen Harzer Wäldern bewährt, hieß es. 2025 flog «Hexe 1» sechs Einsätze in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Der Landkreis Harz ist nach dem Großbrand am Brocken im Jahr 2022 bundesweit die einzige Kommune mit einem Löschflugzeug.
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