Hamburg (dpa/lno) –
Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) müssen sich wegen eines neuerlichen Warnstreiks am kommenden Mittwoch erneut auf Einschränkungen einstellen. Da in der dritten Verhandlungsrunde um einen neuen Manteltarifvertrag am Mittwoch wieder keine Einigung erzielt worden sei, ruft die Gewerkschaft Verdi Teile der Belegschaft auf, die Arbeit 24 Stunden niederzulegen. Welche Betriebshöfe von Mittwoch, 3.00 Uhr an, bestreikt werden, will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben am Montag mitteilen.
Erst Anfang der Woche hatte Warnstreik die U-Bahn lahmgelegt
Bereits am vergangenen Montag hatte ein 24-stündiger Warnstreik den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg weitgehend lahmgelegt. Damals hatten aber nicht nur VHH-Busfahrer, sondern auch Hochbahn-Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Die Folge: Die U-Bahnen fuhren gar nicht und auch die meisten Busse blieben in den Depots. Die Streikbeteiligung lag im Busverkehr nach Angaben der Hochbahn zwischen 70 und 80 Prozent, bei den VHH sogar bei bis zu 95 Prozent.
Verdi fordert für die VHH-Beschäftigten unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns. Die Arbeitgeberseite habe aber nur eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 angeboten und sei auf die Urlaubsgeldforderung gar nicht eingegangen, klagte Verdi.
Verdi droht mit zweitägigem Vollstreik
Die vierte Verhandlungsrunde sei am 26. Februar geplant. Verdi-Gewerkschaftssekretär Domenico Perroni drohte bereits: «Wenn an diesem Verhandlungstermin kein Abschluss erzielt werden kann, werden die Beschäftigten an den zwei Folgetagen in einen Vollstreik treten.»
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