Trainerlehrgang und Bundesligajob: Wolfsburg-Coach im Stress

Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer hat mächtig viel zu tun. (Archivbild) Swen Pförtner/dpa
Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer hat mächtig viel zu tun. (Archivbild) Swen Pförtner/dpa

Wolfsburg (dpa) –

Montag bis Mittwoch Trainerlehrgang, Samstag Bundesliga-Stadion: Für den neuen Wolfsburger Chefcoach Daniel Bauer hat vor dem Spiel beim FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) eine zwölfmonatige Doppelbelastung begonnen. Denn parallel zu seinem Bundesliga-Job nimmt der 43-Jährige in Frankfurt am Main an der Ausbildung zur DFB Pro Lizenz teil, dem wichtigsten Trainerschein in Deutschland.

«Die Jungs haben top trainiert, auch wenn der Chef mal nicht vor Ort war», sagte Bauer vor dem Mainz-Spiel. «Es war trotzdem Disziplin da, Zug im Training und Feuer drin. Das war ein sehr positiver Start.»

Trainingsvideo im Zug

Der bisherige U19-Trainer des VfL Wolfsburg kommt aus Andernach in Rheinland-Pfalz und wurde für den Lehrgang angemeldet, bevor er im Dezember das Profiteam in der Fußball-Bundesliga übernahm.

«Das eine ist die Ausbildung, das andere ist mein Job hier. Und der erfordert auch Zeit und Engagement, wenn ich nicht hier vor Ort bin», sagte Bauer. «Trainingsvorbereitung, Trainingsnachbereitung: Auf der Heimfahrt mit dem Zug habe ich mir die Trainingseinheit im Video angeschaut. Abends habe ich Zeit gefunden, um mich mit dem kommenden Gegner zu beschäftigen.»

Weitere Teilnehmer des Trainerlehrgangs sind unter anderem Tim Danneberg vom VfL Osnabrück, Cédric Makiadi von Werder Bremen und Samir Ferchichi vom TSV Havelse. «Ich durfte tolle Persönlichkeiten kennenlernen», sagte Bauer über die ersten drei Tage. «Wir hatten Expertentalks mit Eugen Polanski, Rudi Völler und Andreas Rettig. Es waren schon Leute vor Ort, die einem viel über Fußball erzählen konnten.»

© dpa-infocom, dpa:260123-930-588052/1

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