Rosengarten (dpa) –
Ein totes Baby ist in einer Mülltonne im Kreis Harburg im Norden Niedersachsens entdeckt worden. Das Kind sei in einer Restmülltonne gefunden worden, die neben einem Wohnhaus stehe, teilte die Polizei in Buchholz am Abend mit.
Einer der Hausbewohner habe gegen 19.30 die Mülltonne geöffnet, sagte Polizeisprecher Henning Flader in Buchholz. Dort habe der Mann den Fötus entdeckt – und dann umgehend die Polizei informiert. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des Kindes feststellen können.
War das Baby lebensfähig?
Wie alt das Kind war und ob es gelebt habe oder überhaupt lebensfähig gewesen sei, das sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher. «All das wird nun morgen in einer rechtsmedizinischen Untersuchung beleuchtet werden», erläuterte er. Es sei somit auch möglich, dass das Kind tot zur Welt gekommen sei. Der Leichnam sei verpackt gewesen. Worin der Fötus verpackt war, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Erste Hinweise auf die Mutter
Es gebe erste Hinweise auf die mögliche Kindsmutter, erklärte er. Auch dazu wollte der Polizeisprecher aber aus Ermittlungsgründen keine weiteren Auskünfte geben.
Bei dem Haus, neben dem die Babyleiche gefunden wurde, handelt es sich um ein großes, Rot verklinkertes Einfamilienhaus, das etwas abseits im Ortsteil Vahrendorf liegt. Viele Autos stünden vor dem Gebäude, ein Zimmer in dem Haus sei mit Luftballons an der Decke dekoriert, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort.
Die Kripo und ein Team der Spurensicherung waren am Abend noch vor Ort. Die Ermittler würden rund um den Fundort Spuren sichern, sagte der Polizeisprecher. Mit weiteren Details sei zunächst nicht zu rechnen.
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