Hamburg (dpa/lno) –
Knapp 7.000 Menschen haben in Hamburg bei mehreren Kundgebungen für Demokratie und gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran und in Syrien demonstriert.
An der Demonstration «Nein zur Islamischen Republik im Iran» nahmen nach Polizeiangaben rund 1.200 Menschen teil. Zahlreiche Demonstranten und Demonstrantinnen trugen iranische Flaggen mit dem Löwensymbol aus der Herrschaftszeit des Schahs, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete.
Sprechchöre skandierten «Die Mullahs müssen weg». Zudem legten die Demonstranten Blumen und Kerzen neben Fotos von Menschen ab, die nach Teilnehmerangaben während der Demonstrationen im Iran getötet wurden.
Rund 5.500 Menschen nahmen an einer weiteren Kundgebung für Demokratie in Syrien und im Iran teil.
Im Iran protestieren seit Ende Dezember viele Menschen wegen einer dramatischen Wirtschaftskrise und einer sehr hohen Inflation. Die Proteste richteten sich schnell auch gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Irans Sicherheitsapparat schlug die Proteste brutal nieder. Es gibt Berichte über Tausende Tote.
Bereits vergangenen Samstag hatten in Hamburg rund 13.000 Menschen in der Innenstadt demonstriert. In beiden Fällen hatte die Constitutionalist Party of Iran nach Angaben der Polizei zu der Kundgebung aufgerufen – die Partei tritt den Angaben nach für eine konstitutionelle Monarchie ein.
© dpa-infocom, dpa:260124-930-591976/1








