Sicherheit: Polizei verzeichnet gute Entwicklung bei Derbys

Die Polizei beim Hamburger Stadtderby. (Archivbild) —/dpa
Die Polizei beim Hamburger Stadtderby. (Archivbild) —/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

Die Hamburger Polizei sieht bei der Austragung der brisanten Stadtderbys zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV eine erfreuliche Tendenz. «Wir verzeichnen eben schon eine positive Entwicklung, die bei unserer Lagebeurteilung natürlich nicht unberücksichtigt bleibt», sagte ein Sprecher der Hamburger Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Das 113. Pflichtspiel-Duell beider Bundesligisten wird am Freitag (20.30 Uhr/Sky) im Millerntor-Stadion ausgetragen. 

«Klar ist auch, dass aufgrund der Historie der beiden Vereine und der Fans das Fan-Verhältnis traditionell als feindschaftlich eingestuft wird», fügte der Sprecher hinzu. Doch der Blick auf die vergangenen Duelle habe gezeigt, «dass wir heute vor einer anderen Situation stehen, als noch vor 10 bis 15 Jahren». In der jüngsten Vergangenheit habe es «keine größeren Sicherheitsvorfälle» gegeben. 

Unterstützung aus anderen Bundesländern

Die Situation hänge auch mit einer veränderten Kommunikation zueinander zusammen. «Dass die Konzepte, die Sicherheitskonzepte der Vereine heute andere sind, als vielleicht noch vor 10, 15 Jahren und auch die Kommunikation mit der Polizei einfach eine andere ist», sagte der Sprecher. Zudem seien Sicherheitskonzepte über die Jahre weiter verfeinert worden. 

Zur konkreten Zahl der Einsatzkräfte trifft die Polizei wie gewohnt aus taktischen Gründen keine Aussage. Die Hamburger Einsatzkräfte werden von der Bundespolizei und Kollegen aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein unterstützt.

Fanmärsche geplant

Die Trennung der Fans bei der An- und Abreise hat für die Polizei wie immer Priorität. Die Anhänger des FC St. Pauli treffen sich um 16.00 Uhr und wollen ab 18.00 Uhr am Achidi-John-Platz vor der Roten Flora über das Schulterblatt in Richtung des nicht weit entfernten Stadions laufen. Die HSV-Fans treffen sich um 17.00 Uhr am Gänsemarkt und von dort Richtung Millerntor aufbrechen. Dort sollte es zu keiner Situation kommen, in der sich beide Gruppen zu nahe kommen.

Die Polizei empfiehlt Stadionbesuchern die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie S- und U-Bahn. Autofahrern werde dringend empfohlen, die betroffenen Bereiche weiträumig zu umfahren.

© dpa-infocom, dpa:260122-930-580872/1

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