Nabu bittet Hamburger um Rücksicht auf Amphibien

Wenn es im Frühjahr wärmer wird, machen sich etwa Frösche auf zu ihren Laichgewässern. (Archivbild/Illustration) Rolf Vennenbernd/dpa
Wenn es im Frühjahr wärmer wird, machen sich etwa Frösche auf zu ihren Laichgewässern. (Archivbild/Illustration) Rolf Vennenbernd/dpa

Hamburg (dpa/lno) –

Der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg bittet Rad- und Autofahrer, auf die anstehende Amphibienwanderung Rücksicht zu nehmen. Wenn die Temperaturen stiegen, seien Frösche, Kröten und Molche wieder zu Laichgewässern unterwegs, heißt es in einer Mitteilung. Eine Übersicht, die zeigt, wo die Tiere wandern, findet sich auf der Internetseite des Vereins. Schon am Sonntag erwartet der Deutsche Wetterdienst Temperaturen von bis zu elf Grad in der Hansestadt.

«Alle in Hamburg vorkommenden Amphibienarten sind besonders geschützt und stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten», sagte Frederik Schawaller, Referent für Moorschutz beim Nabu Hamburg. In vergangenen Jahren habe es einen stetigen Rückgang der wandernden Amphibien gegeben. 

Nabu-Mitglieder bauen jedes Jahr Schutzzäune auf, um die Tiere an einer Überquerung zu hindern. Die Tiere fallen stattdessen in Eimer entlang des Zaunes. Die Eimer würden täglich geleert und die Tiere zu Gewässern transportiert. 2025 habe der Nabu so 7.500 Tiere retten können. Im vergangenen Jahr seien an 15 Straßen Hamburgs Zäune aufgebaut worden.

© dpa-infocom, dpa:260220-930-712971/1

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