Mann soll Familie mit Lügen und Gewalt isoliert haben

Ein Urteil könnte Anfang März fallen. (Symbolbild) Alicia Windzio/dpa
Ein Urteil könnte Anfang März fallen. (Symbolbild) Alicia Windzio/dpa

Bremen (dpa/lni) –

Mit einem Lügengeflecht über Drogenmafia, Zeugenschutz und implantierte Mikrochips soll ein Mann seine Familie jahrelang isoliert und gequält haben. Der 45-Jährige steht deshalb ab heute (9.15 Uhr) vor dem Landgericht Bremen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen vor. 

Nach Angaben des Gerichts lebte die Familie in Bremen und Bremerhaven. Der Mann soll seine Partnerin und deren Töchter von 2013 bis 2019 vollständig kontrolliert haben. Er soll ihnen eingeredet haben, die Drogenmafia sei hinter ihnen her und sie seien im Zeugenschutzprogramm. Außerdem soll er sich als Arzt sowie als Mitarbeiter des Bundeskriminalamts ausgegeben haben, das ihnen zur Überwachung Mikrochips implantiert habe. 

Die Töchter soll er immer wieder für längere Zeit in ihrem Zimmer eingesperrt haben, für die Notdurft stand ein Eimer bereit. Das Einsperren soll er mit ansteckenden Krankheiten begründet haben. Seiner Partnerin soll er mit gefälschten Dokumenten eingeredet haben, schwer krank zu sein. Bis Anfang März sind sieben Verhandlungstermine angesetzt.

© dpa-infocom, dpa:260115-930-546568/1

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