Hamburg (dpa) –
Die Preise für Immobilien in Hamburg und dem Umland kennen weiter nur eine Richtung: nach oben. «Egal wo man hinschaut, ob man die Häuser anschaut, die Eigentumswohnungen anschaut, das Umland anschaut oder Hamburg an sich, Neubau oder Bestandsbau – die Preise sind im Schnitt insgesamt gestiegen», sagte Jens Riemer, Vorstandsmitglied der Landesbausparkasse Nordost, bei der Präsentation des LBS-Immobilienmarktatlas. Es gebe kein Segment, wo es günstiger geworden sei.
Neubauwohnung kostet im Schnitt 8.660 Euro pro Quadratmeter
So seien die Preise für Neubauwohnungen in Hamburg im zweiten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf durchschnittlich 8.660 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Im Fünfjahresvergleich lag der Anstieg den Angaben zufolge sogar bei 31,2 Prozent. Im Bestand kletterte der Quadratmeterpreis im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 Prozent auf 6.278 Euro.
Bei Häusern lagen die Werte für Neubauten bei 5.698 beziehungsweise im Bestand bei 5.139 Euro – ein Plus von 5,6 beziehungsweise 0,4 Prozent. Für die Untersuchung hatte die LBS rund 17.000 öffentlich verfügbare Angebote ausgewertet, wie Vorstandsmitglied Sabine König sagte.
Umland deutlich günstiger
Deutlich günstiger war es demnach im Umland. Aber auch dort zogen die Preise an, bei Neubauwohnungen um 5,1 Prozent auf durchschnittlich 5.111 Euro pro Quadratmeter, bei Bestandswohnungen um 6,7 Prozent auf 3.268 Euro. Neubauhäuser kosteten im Schnitt 3.818 Euro pro Quadratmeter und damit 0,4 Prozent mehr. Im Bestand stieg der Preis um 1,0 Prozent auf 3.182 Euro. Im Fünfjahresvergleich lag der Anstieg bei Neubauwohnungen und bei neu gebauten Häusern bei 31,1 beziehungsweise 14 Prozent.
Die höchsten Preise bei Neubauwohnungen wurden in Hamburg zuletzt in Rotherbaum mit fast 20.000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, gefolgt von der Hafencity mit gut 13.000. Für Neubauhäuser wurde in Nienstedten bis zu knapp 11.000 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Groß Flottbek fast 10.000 Euro und in Othmarschen rund 9.000 Euro. König schränkte aber ein, dass das Angebot oft so gering war, dass kaum Aussagen über ganze Stadtteile getroffen werden könnten.
Wentorf bei Neubauwohnungen im Umland am teuersten
Im Umland kam Wentorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) bei neuen Eigentumswohnungen den Hamburger Preisen schon sehr nahe, wurden dort doch bis zu 9.095 Euro pro Quadratmeter verlangt, gefolgt vom Ahrensburger Umland mit 6.922 Euro und Ahrensburg (Kreis Stormarn) selbst mit 5.649. Bei Neubauhäusern lag Wedel mit einem Quadratmeterpreis von bis zu 5.163 Euro vorn, gefolgt von Schenefeld (Kreis Pinneberg) mit 4.962 Euro und dem Ahrensburger Umland mit 4.940 Euro.
Im Bestand wurden nach LBS-Angaben bei Hamburger Häusern im Stadtteil Harvestehude bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Bei den Eigentumswohnungen lag die Hafencity mit einem Quadratmeterpreis von beinahe 12.500 Euro vorn. Das ist in etwa dreimal so viel wie im Umland. So kostete das teuerste Bestandshaus in Wentorf/Aumühle knapp 4.600 Euro pro Quadratmeter, die teuerste Bestandswohnung in Ahrensburg knapp 3.900 Euro.
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