Hamburg (dpa/lno) –
Nach zwei Jahren mit größeren Sorgen hat der HSV Hamburg die Lizenz für die Saison 2026/27 in der Handball-Bundesliga im ersten Anlauf und ohne Auflagen erhalten. «Nach dem Schuldenschnitt und dem Ausweis positiven Eigenkapitals im Dezember 2025 ist die Lizenzerteilung ohne Bedingungen der nächste Meilenstein in der Konsolidierung des HSVH», wurde Geschäftsführer Christian Hüneburg in einer Clubmitteilung zitiert.
Der aktuelle Tabellen-Elfte hatte sowohl für die laufende Spielzeit als auch für die Saison 2024/25 die Lizenz nur im Nachgang erhalten. Dem deutschen Meister von 2011 und Champions-League-Sieger von 2013 war bereits in der Serie 2015/16 nachträglich die Lizenz entzogen worden. Der Verein startete daraufhin in der viertklassigen Oberliga neu und schaffte zur Saison 2021/22 den Aufstieg in der Bundesliga.
Altschulden von etwa zehn Millionen Euro wurden abgebaut
Die Handball Sport Management und Marketing GmbH (HSM) als Trägerin des Spielbetriebs hatte seit 2019 einen Schuldenberg von etwa zehn Millionen Euro angehäuft. Nach dem Verzicht von Gläubigern und der Übernahme weiterer Gesellschaftsanteile durch eine Firma des Unternehmers Philipp J. Müller war der Schuldenberg abgebaut worden.
Der Ligaverband HBL teilte mit, dass alle 36 Erst- und Zweitligisten – vorbehaltlich der sportlichen Qualifikation – die Spielberechtigung für die nächste Serie erhalten haben. Dazu gehören aus dem Norden auch Rekordmeister THW Kiel, die SG Flensburg-Handewitt, die TSV Hannover-Burgdorf und der VfL Lübeck-Schwartau.
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