Wolfsburg (dpa) –
Torgarant Serhou Guirassy hat Borussia Dortmund und seinen Cheftrainer Niko Kovac bei dessen Rückkehr nach Wolfsburg vor einem Dämpfer im Titelrennen der Fußball-Bundesliga bewahrt. Der Stürmer sicherte mit seinem neunten Saisontor in der 87. Minute das 2:1 (1:1) der Westfalen beim abstiegsgefährdeten VfL. Julian Brandt (38.) hatte die Gäste in Führung gebracht. Vor 28.917 Zuschauern gelang Konstantinos Koulierakis (52.) der verdiente Ausgleich. Kurz vor dem Ende war aber Guirassy zur Stelle.
Die Wolfsburger waren mindestens gleichwertig und hätten sogar gewinnen können, doch ließ vor allem der nach seiner Suspendierung zurückgekehrte Mohammed Amoura zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt.
BVB rückt an FC Bayern heran
Die Dortmunder rückten durch den fünften Sieg im sechsten Spiel des Jahres bei einem Remis bis auf drei Punkte an Tabellenführer FC Bayern München heran, der am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen die TSG 1899 Hoffenheim spielt. Die Wolfsburger stecken immer tiefer im Tabellenkeller fest.
Dortmunds Cheftrainer Kovac hatte von Juli 2022 bis März 2024 die Wolfsburger trainiert. Derzeit trennen sein einstiges und sein derzeitiges Team tabellarisch Welten. Doch davon war besonders in der zweiten Halbzeit nichts zu sehen.
Sechs Umstellungen beim VfL Wolfsburg
Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer reagierte auf das jüngste 0:1 beim 1. FC Köln und veränderte seine Startelf gleich auf sechs Positionen. Unter anderem kehrte Amoura zurück. Der Stürmer hatte in Köln nach seiner Suspendierung aus disziplinarischen Gründen gefehlt. Und der Algerier war gegen die Dortmunder sofort wieder der Aktivposten in Wolfsburgs Offensive.
Er war an fast allen der wenigen Angriffsaktionen der Gastgeber beteiligt. So vergab er auch die beste Chance des VfL vor der Pause. Nach einem Fehler des Dortmunders Waldemar Anton im Mittelfeld lief er allein auf BVB-Torwart Gregor Kobel zu, setzte den Ball aber über das Tor (25.).
Brandt bringt Dortmund in Front
Die Dortmunder kontrollierten ansonsten das Spiel, wirkten jedoch bisweilen behäbig. Erst nach einer halben Stunde wurden sie zwingender. Einen Schuss von Maxmilian Beier (32.) fälschte VfL-Verteidiger Denis Vavro an die Unterkante der Latte ab – die bis dahin beste BVB-Möglichkeit. Sechs Minuten später lief sich Brandt bei einem Eckball von Julian Ryerson frei und traf per Kopf fast unbedrängt.
Nach der Pause starteten die Wolfsburger wesentlich schwungvoller. Nach einem Freistoß traf Konstantinos Koulierakis mit einem Kopfball. Der VfL wurde mutiger. Schon zwei Minuten nach dem Ausgleich war erneut Amoura da, brachte den Ball aber aus kurzer Entfernung wieder nicht im Tor unter.
Insgesamt kam von den Gästen zu wenig in der zweiten Halbzeit. Die abstiegsgefährdeten Wolfsburger waren mindestens auf Augenhöhe. Mehrfach war Amoura in aussichtsreicher Position. Die beste Chance zum Sieg hatte der eingewechselte Lovro Majer (80.) mit seinem Kopfball an die Latte. Guirassy zerstörte dann alle Wolfsburger Hoffnungen.
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