Hamburg (dpa) –
Der FC St. Pauli hat den erlösenden Erfolg in der Fußball-Bundesliga gegen den VfB Stuttgart auch dem unter Schmerzen spielenden Kapitän Jackson Irvine zu verdanken. «Großes Lob an Jacko», sagte Trainer Alexander Blessin nach dem verdienten 2:1 (1:0) gegen den Champions-League-Kandidaten.
Auf der Pressekonferenz sprach der Coach ein Extralob aus. Eigentlich sollte der zuletzt mit Fußproblemen kämpfende Australier nur eine Halbzeit auflaufen. Doch Blessin entschied, ihn erst einmal weiterspielen zu lassen. «Er hat es dann durchgezogen unter großen Schmerzen», sagte Blessin. Auf seiner Position habe er es hervorragend gut gemacht, lobte der Coach. Die Wahrscheinlichkeit sei «sehr, sehr gering, dass mehr kaputtgehen kann», meinte Blessin.
St. Pauli verkürzt Abstand
«Ich muss nochmal mit Alex reden. Ich dachte, ich spiele nur 60 (Minuten) heute», sagte der 32 Jahre alte Irvine. Er versicherte, gegen die Beschwerden im Fuß keine Schmerzmittel genommen zu haben. «Es war vielleicht eines der härtesten Spiele in meinem Leben», sagte er. «Oh mein Gott. Ich will bis Donnerstag keinen Trainingsplatz sehen», fügte Irvine scherzhaft hinzu.
Die Hamburger feierten den ersten Ligasieg in diesem Jahr und verkürzten den Abstand auf den Abstiegsrelegationsrang auf zwei Punkte. «Wir sind natürlich sehr, sehr froh und glücklich, dass wir uns jetzt endlich mal für ein gutes Spiel dann auch belohnt haben», sagte Blessin.
Die Hanseaten starteten mit massiven personellen Problemen in die Partie. Etliche Leistungsträger, darunter Hauke Wahl und Eric Smith, fehlten den Norddeutschen. «Nach den Ausfällen konnten wir ja nicht unbedingt daran glauben oder denken, dass wir hier heute etwas holen, aber die Jungs haben das super gemacht», lobte Blessin. Die personell herausfordernde Situation habe das Team «noch mal einen Ticken mehr» zusammen geschweißt.
«In dieser Hinsicht war es natürlich eine wirklich harte Woche für die Mannschaft», sagte Irvine über die Verletzungsmisere. «Ich glaube, manchmal sind es gerade die schwierigsten Momente, in denen sich Spieler am meisten steigern. Und ich glaube, das haben alle getan», sagte Irvine.
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