
Seit Mitternacht sind die Flugbegleiter:innen der Lufthansa im Ausstand – und deshalb sind am Hamburger Flughafen einige Inlandsflüge ausgefallen. Die Lufthansa-Flieger nach Frankfurt und München sind wegen des Streiks des Kabinenpersonals nicht gestartet. Im Laufe des Tages werden insgesamt 13 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie zehn Starts und Landungen von und nach München gestrichen, wie aus der Online-Auskunft des Hamburger Flughafens zu den Ankünften und Abflügen hervorgeht.
Die Gewerkschaft Ufo hat für 00:01 Uhr bis 22:00 Uhr zum Ausstand aufgerufen. In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bundesweit sind rund 20.000 Flugbegleiter:innen zum Streik aufgerufen.
Auch Airports in Hannover und Bremen betroffen
Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter:innen führt auch zu Flugausfällen an den Airports in Hannover und Bremen. In Hannover fallen jeweils neun Starts und Landungen von und nach Frankfurt und München aus, außerdem sind ein Start und eine Landung von Eurowings-Maschinen von und nach Rom gestrichen, wie der Flughafen auf seiner Website bekanntgab. Hintergrund ist ein Fluglotsenstreik in Italien. In Bremen fallen jeweils zehn Starts und Landungen von und nach Frankfurt und München aus.
In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines. Mitte März hatten bereits die Lufthansa-Pilot:innen zwei Tage lang gestreikt.
Der erneute Streikaufruf der Gewerkschaft Ufo treffe Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs zum Ende der Osterferien besonders hart, hieß es von Lufthansa. Kund:innen würden automatisch benachrichtigt, sollte ihr Flug betroffen sein.
Der Hamburg Airport sowie die Flughäfen Hannover und Bremen empfehlen Reisenden mit einem Lufthansa-Flug, den Status ihres Fluges direkt bei Lufthansa zu prüfen und sich bei Fragen oder im Falle von Flugänderungen an Lufthansa zu wenden.
SAT.1 REGIONAL/dpa












