Schwerin/Wismar (dpa) –
Der Leiter der Abteilung Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Kim Detloff, ist von der Rettungsaktion rund um den gestrandeten Wal vor der Insel Poel überrascht. «Dieser massive öffentliche Druck hat dazu geführt, eine Entscheidung zu treffen, die man vor einer Woche hätte treffen müssen», sagte Detloff der Deutschen Presse-Agentur. Dass die Rettung gelingt, glaubt der Experte nicht.
«Es ist furchtbar. Wir dachten, der Wal stirbt in drei bis sechs Tagen, und jetzt liegt er dort seit 16 Tagen», sagt der Meeresschutz-Experte. Normalerweise würde ein Wal bei einer Strandung binnen Tagen sterben. «Wir müssen mit Indizien arbeiten, und da sind Prognosen einfach sehr schwierig.»
Ehrgeiz der Rettungsaktion darf nicht über Wohl des Tieres stehen
Für Detloff ist nun entscheidend, dass weiterhin das Wohl des Tieres im Vordergrund steht und nicht die Durchführung der Rettungsaktion. «Ich hoffe, dass der Ehrgeiz einer Rettungsaktion nicht über dem Wohl des Tieres liegt», sagt der Experte. Dazu gehöre auch, den Mut zu haben, die Rettungsaktion, wenn nötig abzubrechen.
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