Schwerin/Wismar (dpa) –
Die AfD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern wundert sich über die Entscheidung zur privaten Rettungsinitiative des in der Ostsee gestrandeten Wals. «Woher kommt der plötzliche Sinneswandel?», sagte Thore Stein, der naturschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion. «Im Zweifelsfall hat der Umweltminister Zeit verschenkt, um dem Tier mit einem Rettungsversuch zu helfen und wilden Spekulationen vorzugreifen.»
Es sei richtig gewesen, Experten zu Rate zu ziehen und alle Möglichkeiten auszuloten. Der Minister habe sein Handeln zwei Wochen lang mit einem wissenschaftlichen Gutachten begründet und ethische Aspekte, die gegen das Gutachten für eine Rettung gesprochen hätten, kategorisch ausgeschlossen, sagte Stein.
«Sollte der Versuch misslingen, der Wal nicht aus eigener Kraft sich mehr retten können und ein weiterer Rettungsversuch nicht mehr vertretbar sein, müssen die Behörden tierethische Maßnahmen in Betracht ziehen», sagte der AfD-Politiker. «Das wäre verantwortungsvoller, als untätig den Wal erneut seinem Schicksal zu überlassen.»
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