Grüne: Ministerium darf sich nicht aus Verantwortung ziehen

Die private Rettungsaktion wurde von den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Philip Dulian/dpa
Die private Rettungsaktion wurde von den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern genehmigt. Philip Dulian/dpa

Schwerin/Wismar (dpa) –

Die Grünen-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern fordert das Umweltministerium auf, bei der privaten Rettungsaktion des in der Ostsee gestrandeten Wals die Verantwortung zu übernehmen. «Das Ministerium darf sich jetzt nicht von seiner Verantwortung für das Wohl des Tieres entbunden sehen», sagte Harald Terpe, der tierschutzpolitische Sprecher der Fraktion.

Bei allen Maßnahmen zur Rettung des Wals müsse das Tierwohl oberste Priorität haben. «Rettungskonzepte sind ausschließlich auf Grundlage tiermedizinischer und fachlicher Expertise zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf die Transportfähigkeit und die Belastung des Tieres», betonte Terpe.

Daher sei auch bei neu eingebrachten oder privaten Initiativen eine fachliche Begleitung durch unabhängige Experten und Expertinnen sicherzustellen. «Die zuständigen öffentlichen Fachinstitutionen sollten dabei grundsätzlich eingebunden werden», sagte Terpe.

© dpa-infocom, dpa:260416-930-952986/1

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