Wismar (dpa) –
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat den Versuch einer privaten Initiative zur Rettung des gestrandeten Buckelwals verteidigt. Entscheidend sei, dass nun erstmals ein geeignetes ernstzunehmendes Konzept vorliege, das minimalinvasiv vorgehe. «Es darf dem Tier nicht geschadet werden.» Der Wal dürfe nicht verletzt werden. «Solange das eingehalten wird, sehe ich keinen Grund, dass die Chance nicht genutzt wird», sagte Backhaus auf der Insel Poel (Kreis Nordwestmecklenburg).
Alle Beteiligten wüssten, dass der Wal sich in einem schwierigen Zustand befinde. «Aus meiner Sicht hat der Wal aber auch eine Chance.» Er zeige nach wie vor Aktivitäten. Ab und zu bewege er die Flossen. Er hebe den Kopf aus dem Wasser und atme regelmäßig und kommuniziere auch durch Rufe. «Und ich habe immer gesagt, ich werde diesen Wal bis zum Ende begleiten, in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum. Und dazu stehe ich.»
Bei allem Wohlwollen finde er, dass auch die Wissenschaft sich mal irren könne, sagte er mit Blick auf kritische Stimmen zu dem Rettungsversuch, der von zwei Unternehmen initiiert wird. Die Verantwortung für den Gesamtprozess liege nun bei diesen Organisatoren. Es sei der 17. Tag, an dem der Wal dort liege, so Backhaus weiter.
Die Rettungsaktion für den Wal hat gegen Mittag begonnen. Sechs Helfer begaben sich im hüfttiefen Wasser zu dem Buckelwal, wie im Livestream von News5 zu sehen war. Unter anderem spritzten sie zunächst Wasser auf den Wal.
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