Minister: Entscheidung für Rettungsversuch fiel am Mittag

Der Buckelwal war auch am Mittwoch deutlich zu hören. Bernd Wüstneck/dpa
Der Buckelwal war auch am Mittwoch deutlich zu hören. Bernd Wüstneck/dpa

Schwerin/Wismar (dpa) –

Kurzfristige Wende im Drama um den gestrandeten Wal: Am Mittwoch um 12.00 Uhr ist die Entscheidung gefallen, einen privaten Rettungsversuch zu genehmigen. Das sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) drei Stunden später bei einer Pressekonferenz in Schwerin.

Am Vorabend sei ein Konzept von einer Gruppe um zwei Unternehmer vorgelegt worden. Dieses sei von den Behörden geprüft worden. Am Morgen seien noch einmal Nachbesserungen erfolgt. Geplant ist demnach ein «minimalinvasives» Vorgehen. Möglicherweise könne das Vorgehen dem Tier helfen, sagte Backhaus. Zuvor hatte er mehrfach erklärt, es sei das Beste, den gestrandeten Wal in Ruhe sterben zu lassen.

Nun sollten noch am Nachmittag Taucher ins Wasser gehen, um Kontakt zu dem Tier aufzunehmen und es zu beruhigen. Es gehe um «tierwohlstützende und leidlindernde Maßnahmen», sagte Backhaus. Der Tauchgang soll demnach 17.30 Uhr beendet sein.

Dabei soll auch der Untergrund untersucht werden. Geplant ist laut Backhaus, am Donnerstag Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden. Gehe alles gut, könne der Transport aus der Region am Freitag beginnen, sagte Backhaus. Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.

© dpa-infocom, dpa:260415-930-949502/1

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